Newsletter des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg

Februar 2016






Der Weiterbildungspakt und seine Konsequenzen

Die Landesförderung der Allgemeinen Weiterbildung ist in den letzten Jahren bekannt-
lich sehr deutlich gestiegen. Alle bisherigen, sehr dankenswerten Erhöhungen des Lan-
des, einschließlich der weiteren Erhöhung in diesem Jahr, ändern aber nichts daran,
dass die Förderung selbst von der Bundesdurchschnittlichkeit noch knapp 5 Millionen
Euro jährlich entfernt ist. Umso wichtiger sind die Vereinbarungen zur Finanzierung der
Allgemeinen Weiterbildung im Weiterbildungspakt mit dem Land (siehe www.vhs-
bw.de/2015-12-10-weiterbildungspakt-gesamttext.pdf
unter 13.), der am 10.12.2015
unterzeichnet wurde und bis 2020 gilt:

„ . . . erstens das Erreichen einer Grundförderung in Höhe des Bundesdurch-
schnitts (d. h. des bundesdurchschnittlichen Länderanteils an der Finanzie-
rung der Volkshochschulen) als Nahziel und die Überschreitung dieses Ziels
in Richtung einer Drittelfinanzierung als Fernziel;
zweitens die Erhaltung des
Landesprogramms Weiterbildung inklusive der darin eingebetteten Projektförderlinie;
drittens eine angemessene Finanzierung des Landesnetzwerkes Weiterbildungsbera-
tung, des Digitalen Weiterbildungscampus sowie der neuen, im Herbst 2015 ange-
laufenen Grundbildungs- und Alphabetisierungsmaßnahmen des Landes und
viertens die Bemühung zur Erhaltung des Lehrerprogramms.“

____________________________________________________________________


Bundesfachtagung Gesundheit:
Sehr anregend, voller Ausblicke und restlos ausgebucht

Die Bundesfachtagung des Deutschen Volkshochschul-Verbands Qualität vor Ort: Die
Rolle der Volkshochschule in der kommunalen Gesundheitsförderung, organisiert durch
den Volkshochschulverband Baden-Württemberg, fand vom 27. - 28. Januar 2016 auf
Einladung der Volkshochschule Stuttgart im TREFFPUNKT Rotebühlplatz in der Stutt
garter Stadtmitte mit rund 160 Teilnehmenden statt.
Die Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsbildung wurde durch unterschiedliche An-
satzpunkte bearbeitet: Die inhaltliche Programmplanung, die Auswahl der Kursleitenden
und die Ausschreibungstexte sowie Kooperationspartner und deren Qualitätsanforder-
ungen waren Thema. Der Verbandsdirektor Dr. Hermann Huba stellte den baden-würt-
tembergischen Weg zur Qualitätssicherung hinsichtlich der Grenzen des VHS-Ange-
bots dar. Zwei Prinzipien stehen im Vordergrund: Was in Wissenschaft und Gesell-
schaft kontrovers ist, muss im VHS-Kurs auch kontrovers dargestellt werden! Und die
VHS ist kein Ort für Therapie! Eine Arbeitsgruppe des Verbandes einigt sich darauf,
welche Angebote nicht in die Programme aufgenommen werden sollen. In die Wirk-
samkeitsforschung von Yoga und Meditation gab der Neurowissenschaftler Dr. Ulrich
Ott von der Universität Gießen einen Einblick. Danach stand die Qualitätsdiskussion
zwischen Standardisierung und Teilnehmerorientierung im Mittelpunkt.
Der Schwerpunkt am zweiten Tag war die kommunale Gesundheitsförderung. Prof. Dr.
Petra Kolip, Universität Bielefeld, zeigte mögliche Handlungsfelder und Potenziale für
Volkshochschulen auf, wie diese in der Lebenswelt bisher nicht erreichter Zielgruppen
aktiv werden könnten. Der Beitrag von Dr. Dr. Hans-Otto Tropp, Amtsleiter des Gesund-
heitsamts Stuttgart, gab einen Überblick zu den konkreten Handlungsfeldern am Bei-
spiel Stuttgart und benannte Ansatzpunkte zur Kooperation vor Ort. Andere Perspekti-
ven auf das Thema Qualität wurden von den bundesweiten Kooperationspartnern der
Volkshochschulen thematisiert. Zum einen erklärte Ulrike Pernack, Vertreterin der zen-
tralen Prüfstelle Prävention (ZPP), deren Qualitätsanforderungen, und zum anderen
führte Dr. Ballwieser, Geschäftsführer des Wort&Bild Verlages in die Qualitätskriterien
des Verlages ein. Er veranschaulichte dies an der Berichterstattung über evidenzba-
sierte Medizin und komplementär medizinische Angebote.

Fazit der Bundesfachtagung: Die Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsbildung hat
viele Facetten und ist ein Prozess, der vor dem Hintergrund einer Institution, die das
Vertrauen der Bevölkerung genießt und einen öffentlichen Bildungsauftrag hat, konti-
nuierlich und bundesweit weiterentwickelt werden muss.

____________________________________________________________________


Neue Rundfunkspots für die Volkshochschulen

Interesse an Kursen in Kultur, Gestalten, Bewegung, Sprachen, beruflichen Fertig-
keiten…? Nicht lange überlegen - die „Nummer 1“ in Sachen Weiterbildung wählen,
Ihre Volkshochschule vor Ort! Damit diese Botschaft in möglichst viele Ohren gelangt,
hat der Volkshochschulverband neue Rundfunkspots konzipiert. Zwei verschiedene
Spots werben momentan noch bis zum 19. Februar 2016 auf SWR 1 Baden-Württem-
berg und – jetzt erstmalig – auch auf SWR3 für die Volkshochschulen. Die Werbe-
kampagne wird zweimal jährlich jeweils zum Semesterbeginn wiederholt.
Die Volkshochschulen in Baden-Württemberg profitieren dabei von der großen Reich-
weite der beiden Sender: SWR1 Baden-Württemberg hören im Land täglich 1,27
Millionen Menschen, SWR3 erreicht in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
3,18 Millionen Hörer/innen (Quelle: www.swr.de).

>> Die Spots zum anhören

____________________________________________________________________


Europäische Credit Points für VHS-Abschluss in Personalwirtschaft und Lohnbuchführung

Der Übergang von der VHS zur Hochschule wird für VHS-Teilnehmende erleichtert:
5 ECTS-Punkte rechnet die FOM Hochschule direkt als Studienleistung an, wenn
man unseren neuen betriebswirtschaftlichen Xpert Business Abschluss „Personal-
und Lohnbuchhalter/in (XB)“ vorlegt.
Der VHS-Abschluss hat erfolgreich das intensive Prüfverfahren der FOM mit allen
zum Abschluss gehörigen Materialien (wie Prüfungsordnung, Lernzielkataloge,
Musterprüfungen, EduMedia Lehr- und Übungsbücher) durchlaufen.

Die Volkshochschulen können mit diesem Abschluss vor allem Fachkräften in der
Lohnbuchführung berufsbegleitend ein praxisorientiertes Aufbauangebot machen.
Da Buchführung kein eigenständiger Ausbildungsberuf ist, erfreuen sich bundes-
weit unsere standardisierten Xpert Business Abschlüsse großer und steigender
Nachfrage. Mit dieser zusätzlichen Anerkennung über Europäische Credit Points
können die Volkshochschulen und ihre Teilnehmenden auch z. B. gegenüber
Personalverantwortlichen eindrucksvoll belegen, dass VHS-Abschlüsse bis zum
Hochschulniveau führen.

>> Informationen zum Abschluss „Personal- und Lohnbuchhalter/in (XB)“
>> Informationen zur Anrechnung durch die FOM Hochschule

                                                                                                                            
____________________________________________________________________


Bildungszeit zur Qualifizierung für das Ehrenamt

Im Rahmen des Bildungszeitgesetzes haben einige Volkshochschulen seit Juli 2015
Angebote zur Bildungszeit im Rahmen der beruflichen und politischen Weiterbildung
im Programm. Neu ist seit dem 01.01.2016 der Freistellungsanspruch auch für die
Qualifizierung zur Wahrnehmung bestimmter ehrenamtlicher Tätigkeiten. Damit wird
der Kreis der möglichen Bildungszeitangebote erweitert. Zu den ausgewählten Ehrenamtsbereichen gehört nach der abschließenden Aufzählung des § 3 Nr. 7 der Verordnung zur Regelung der Bildungszeit für die Qualifizierung zur Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeiten (VO BzG BW) auch die "allgemeine Weiterbildung".

>> Weitere Informationen

____________________________________________________________________


Interkulturelle Trainings für Kommunen:
Weitere Förderung durch das Ministerium für Integration Baden-Württemberg

2016 wird das erfolgreiche Projekt „Kulturen integrieren“ des Volkshochschulverbandes
Baden-Württemberg fortgesetzt: Das Ministerium für Integration fördert 25 zweitägige
interkulturelle Trainings nach dem Lehrgangssystem Xpert Culture Communication
Skills®. 16 Volkshochschulen aus ganz Baden-Württemberg führen diese Trainings
für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von kommunalen Verwaltungen und anderen loka-
len Einrichtungen durch.
Kommunalen Institutionen kommt eine Schlüsselrolle bei der interkulturellen Öffnung zu.
Sie sind die erste Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten und haben in vielen Berei-
chen Kontakt zu Zuwanderern. In den Trainings werden die Teilnehmenden für die Bedeu-
tung von Kultur sensibilisiert und lernen, ihr Kommunikations- und Handlungsrepertoire
interkulturell zu erweitern. So können sie diese erste Begegnung besser offen und ohne
Diskriminierungen gestalten und die viel zitierte „Willkommenskultur“ mit Leben füllen –
eine Kompetenz, die gerade angesichts der Flüchtlingssituation von großer Bedeutung ist.
Seit der ersten Förderphase des Projekts im Februar 2013 haben die Volkshochschulen
in Baden-Württemberg rund 150 interkulturelle Trainings mit 1700 Teilnehmenden
durchgeführt.

>> Weitere Informationen

____________________________________________________________________


vhsBarcamp in Hamburg zum Thema „Impulse für das Lernen 2.0“

Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg unterstützt das dritte vhsBarcamp, das
vom 15. bis 16. April 2016 in Hamburg stattfindet. Thema des Barcamps ist „Impulse für
das Lernen 2.0“. Unter dem Stichwort „Erweiterte Lernwelten“ befassen sich die Teilneh-
menden mit aktuellen Tendenzen in der VHS-Arbeit, insbesondere im Bereich der Digital-
isierung. Beim Barcamp ist jede und jeder eingeladen, vom „Teilnehmer“ zum „Teilgeber“
zu werden und Inhalte beizusteuern. Vorschläge für Sessions können auf der OpenSpacer-
Seite des Barcamps
eingetragen werden. Hier sind auch weitere Informationen zum Veran-
staltungsort, den Zeiten und dem Ablauf zu finden. Eindrücke von den letzten beiden Bar-
camps in Köln und Leipzig gibt es auf YouTube, aktuelle Informationen auf Twitter unter
dem Hashtag #vhscamp16.

>> Informationen und Anmeldung


____________________________________________________________________


Termine


Deutscher Volkshochschultag am 9. und 10. Juni 2016 in Berlin

Unter dem Motto „Digitale Teilhabe für alle!“ findet der Volkshochschultag im Berlin Con-
gress Center statt. Das vielfältige Programm nimmt neben erweiterten Lernwelten in der
Weiterbildung unter anderem den Wandel der Arbeitswelt unter dem Einfluss der Digital-
isierung sowie gesellschaftspolitisch brisante Fragen der digitalen Spaltung in den Blick.
Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg präsentiert sich mit einem Stand auf der
dazugehörigen Weiterbildungsmesse.

>> Weitere Informationen



Mitgliederversammlung des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg
am 7. und 8. Juli 2016 in Bad Mergentheim

Zum Thema „Heimat(en) (er)finden“ tagen in diesem Jahr die baden-württembergischen
Volkshochschulen. Save the date!

>> Vorankündigung





   
   

      
    





   

   
    Unterzeichnung
    Weiterbildungspakt

     


     







   

   
    Bundesfachtagung
    Gesundheit
    








    



















   

   








     
   


































   











   

   








   
    „vhs info“ NEU! Aktuelles
    Fortbildungsprogramm




   
    Kurse bundesweit suchen
    und direkt buchen




   
    VHS-Verband auf Facebook
      


   
    Neu: Portal für Lehrkräfte in
    der Erwachsenen- und
    Weiterbildung des
    Deutschen Instituts für
    Erwachsenenbildung (DIE)

     
                                                          

       

Ja, ich möchte den Newsletter bestellen. Bitte klicken Sie hier.

LOGIN Interner Bereich
für vhs-Mitarbeitende