Newsletter des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg

Juni 2016







Kiwi-Koalitionsvertrag: Vitaminspritze für die Weiterbildung

Der grün-schwarze Koalitionsvertrag betont den hohen Stellenwert der Allgemei-
nen Weiterbildung und plant deren Weiterentwicklung. Grundlage der Weiterent-
wicklung soll der im Dezember 2015 geschlossene Weiterbildungspakt sein
(https://www.vhs-bw.de/2015-12-10-weiterbildungspakt-gesamttext.pdf), der unter
anderem einen Ausbau der Landesförderung vorsieht, nämlich „das Erreichen
einer Grundförderung in Höhe des Bundesdurchschnitts als Nahziel ...“ (...) und
die Überschreitung dieses Ziels in Richtung einer Drittelfinanzierung als Fernziel“..
Daneben will sich die neue Landesregierung insbesondere den Zielgruppen der
„Schulabbrecher, Geringqualifizierten, funktionalen Analphabeten, Migranten sowie
Flüchtlingen“
widmen, also Kernzielgruppen der Volkshochschulen. Auch das Lan-
desnetzwerk Weiterbildungsberatung findet ihr Interesse.

Der Direktor des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg, Dr. Hermann
Huba, begrüßt diese Schwerpunktsetzung ebenso wie den Mut der neuen Lan-
desregierung zur Kontinuität: „Der grün-schwarze Koalitionsvertrag ist im Bereich
der Allgemeinen Weiterbildung erfreulicherweise gekennzeichnet von umsichtiger
Sachlichkeit und nicht von zwanghafter politischer Profilierung. Auf dieser Basis
lässt sich erfolgreich arbeiten und den Herausforderungen im Sprach- und Inte-
grationsbereich ebenso begegnen wie im Bereich des Zweiten Bildungsweges,
der zu einer Schule für Erwachsene weiter entwickelt werden muss.“

Ebenfalls positiv sieht der Verband das Bekenntnis zur Erwachsenenbildung im
ländlichen Raum sowie zum Ausbau der Eltern- und Familienbildung. Auch die
im Koalitionsvertrag festgehaltene Notwendigkeit der Verbesserung der Arbeits-
bedingungen und der Honorarsätze der Lehrkräfte in Integrationskursen entspricht
einer Forderung des baden-württembergischen Volkshochschulverbandes an das
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

>> Zur Pressemitteilung


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Der Deutsche Städtetag zur Sprachförderung für Asylbewerber und
Flüchtlinge

Der Deutsche Städtetag legt in seinem Beschluss und dessen Begründung vom
20. April 2016 dar, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um
flächendeckende und qualitativ hochwertige Sprachförderung für Flüchtlinge und
Asylbewerber anbieten zu können. Er betont die hervorgehobene Rolle der Volks-
hochschulen im Integrationsbereich und die Notwendigkeit der Stärkung der VHS-
Strukturen durch Bund und Land:

(…)
II., 5. Ausbau der Strukturen und Verbesserung der Volkshochschulfinanzierung

Die kommunal getragenen Volkshochschulen sind bundesweit der größte Anbieter
von Sprach- und Integrationskursen. Ihr Anteil an den Integrationskursen liegt bei
rund 50 %. Gleiches gilt für die Durchführung der BA-Kurse zur Sprachförderung.
Auch in diversen Länderprogrammen spielen die Volkshochschulen die führende
Rolle. Die knapp 1000 Einrichtungen bundesweit erfahren eine hohe Wertschätz-
ung bei den beiden Bundesinstitutionen BAMF und Bundesagentur wie auch bei
den Arbeitgebern. Der Deutsche Volkshochschulverband ist überdies über sein
Institut DVV International auch im Ausland mit entsprechender Förderung der Bundesregierung aktiv und leistet einen wichtigen Beitrag in den betreffenden Län-
dern zur Bekämpfung der Fluchtursachen.

Angesichts des erheblichen Zuwachses an Sprach- und Weiterbildungsangeboten
für Asylbewerber und Flüchtlinge stoßen die Volkshochschulen an ihre Grenzen. Mit
den vorhandenen Ressourcen sind diese zusätzlichen Aufgaben nicht mehr zu be-
wältigen. Die Volkshochschulen benötigen daher, ebenso wie Kindertagesstätten
und Schulen, dringend einen Ausbau ihrer Strukturen. An den Bund und insbeson-
dere die Länder ist daher die Forderung zu richten, die Volkshochschulen in ihrer
Grundfinanzierung strukturell und finanziell zu stärken, um ihnen die Erfüllung der
wichtigen Integrationsaufgaben zu ermöglichen.


>> Zum Gesamttext: Beschluss des Deutschen Städtetags


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Ehrenamtliches Engagement verlangt Fortbildung

Das ehrenamtliche Engagement steht aktuell im Fokus, da sich viele Menschen
(erstmals) ehrenamtlich engagieren, um Geflüchtete zu unterstützen, beispiels-
weise durch die Begleitung beim Spracherwerb. In unserer ausdifferenzierten
Gesellschaft muss zum Engagement jedoch fachliche und soziale Kompetenz
hinzukommen. Volkshochschulen bieten daher Fortbildungen für Ehrenamtliche
an, nicht nur im Bereich der Flüchtlingsarbeit, sondern auch für andere Tätigkeits-
felder. Der Volkshochschulverband hat zur Unterstützung dieser Aufgaben u. a.
eine Fortbildungskonzeption aufgelegt, die ehrenamtlich Tätige dazu befähigt, den
professionellen Sprachunterricht sinnvoll und adäquat zu begleiten.

Verbandsdirektor Dr. Hermann Huba macht deutlich: „Nur solche Ergebnisse
ehrenamtlicher Tätigkeiten sind gesellschaftlich anschlussfähig, die sich durch
fachliche Qualität auszeichnen. Fachliche Qualität setzt aber fachliche Kompetenz
voraus. Deshalb schuldet das Gemeinwesen den Bürgerinnen und Bürgern, die
sich ehrenamtlich engagieren wollen, jene fachliche Fortbildung, die ihren Einsatz
für die Gesellschaft erst sinnvoll macht. In diesem Sinne gilt: Ehrenamtliches
Engagement verlangt Fortbildung.“

>> Weiterlesen: Ehrenamtliches Engagement verlangt Fortbildung, Artikel
von Dr. Hermann Huba


                                                                                                                            
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Fachtag „Erweiterte Lernwelten“: Digitalisierung nutzen


Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche, auch die VHS. Das Lehren und
Lernen verändert sich ebenso wie das Arbeiten an der VHS und die Themen für
Veranstaltungen. Was gibt es an Volkshochschulen bereits - und was kommt auf
uns zu? Welche Tools und Angebote, um Präsenzlernen digital zu ergänzen und
erweitern, sind vorhanden – und wie werden sie in der Praxis ein- und umgesetzt?
Der Fachtag am 28.06.2016 im Seminarzentrum des VHS-Verbandes, der von der
"Task Force Unterricht 4.0" des VHS-Verbandes mitgestaltet wird, gibt erste Antwor-
ten auf diese Fragen und lädt zur Diskussion und zum Mitmachen ein.

Am Vormittag stehen die Aktivitäten auf Landes- und Bundesebene auf dem Pro-
gramm: ein Überblick über Angebote des Verbandes wie z. B. den Zugang zum
Digitalen Weiterbildungscampus und das Xpert Business Lernnetz sowie Infor-
mationen zum Konzept „Erweiterte Lernwelten“ des DeutschenVolkshochschul-
Verbandes. Bei einer „Tool-Messe“ am Nachmittag können die Teilnehmenden
praxiserprobte digitale Tools kennen lernen und ausprobieren.

>> Weitere Informationen zum Lernen mit neuen Medien an der VHS


>> Anmeldung zum Fachtag


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Durchblick im Dschungel der Yogaangebote

Mit der überarbeiteten und erweiterten Yoga Handreichung für Programmplanende
an Volkshochschulen möchten wir Sie unterstützen, Ihre Kenntnisse zu den Wurzeln
des Yoga zu erweitern, einen Überblick über die modernen Yogastile zu bekommen,
die Wirkungen von Yoga in der Prävention zu kennen, Fachbegriffe zu verstehen, An-
gebote einzuordnen, Yogalehrausbildungen einzuschätzen, den Markenschutz zu be-
rücksichtigen und die Voraussetzung für die Förderung von Yoga-Kursen durch die
Krankenkassen zu klären. Des Weiteren bietet sich die Handreichung an, um die
Kursangebote im eigenen Programm einzuordnen und Anregungen für die Weiter-
entwicklung des Gesundheitsprogramms zu bekommen. Der Psychologe Dr. Ulrich
Ott hat die Überarbeitung beratend begleitet.

Die Handreichung eignet sich auch für Yoga-Kursleiter/-innen und Yogaübende, um
den Markt zu sichten, das eigene Angebot besser einordnen zu können und einen
allgemeinen Überblick zu bekommen.

Die Handreichung können Sie zum subventionierten Preis von 8,50 € beim Volks-
hochschulverband Baden-Württemberg e. V. erwerben. Bestellungen richten Sie
bitte an Frau Furch: furch@vhs-bw.de

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(Frei-)Räume für Kulturelle Bildung
Bundesfachtag Kultur in München mit 140 Teilnehmer/innen


Kulturelle Bildung braucht Raum: Werkstätten und Tanzsäle, Raum zum Denken,
Reden und Experimentieren, öffentlichen und virtuellen Raum. Unter der Perspek-
tive der zentralen Kategorie des Raumes wurden beim Bundesfachtag Kultur die
zukünftigen Aufgaben der Kulturellen Bildung an Volkshochschulen diskutiert. Rund
140 programmplanende Mitarbeiter/innen von Volkshochschulen aus ganz Deutsch-
land kamen am 28./29. April 2016 zu der vom Bundesarbeitskreis Kultur im Deutsch-
en Volkshochschul-Verband organisierten Tagung nach München.

Die Themen der Vorträge, Foren und Workshops reichten von der kreativitätsfördern-
den Ausstattung von Räumen über Kunst-Aktionen im öffentlichen Raum bis zur
Frage, wie „virtuelle Räume“ im Programmbereich Kultur - Gestalten genutzt werden
können. Neben Beiträgen von Experten wie Prof. Dr. Richard Stang von der Hochschu-
le der Medien Stuttgart und Niels Righolt vom Danish Centre for Arts & Interculture
standen Praxis-Beispiele aus zahlreichen Volkshochschulen auf dem Programm, die
ihre Strategien der interkulturellen Öffnung, der Raum-Beschaffung oder der kulturel-
len Zwischennutzung von Räumen vorstellten. Exkursionen zum Haus der Eigenarbeit,
dem FabLab München, der Galerie Köşk, dem Münchner Nationaltheater und den
Werkstätten der Münchner VHS ergänzten die Tagung und machten verschiedene
Räume auch ganz praktisch erlebbar.

Eines wurde bei allen Beispielen aus dem In- und Ausland deutlich: Will sich die
Volkshochschule als kultureller Knotenpunkte einer Kommune profilieren, muss sie
aus den geschlossenen (Kurs-)Räumen herauskommen – und vielleicht auch dem
geschlossenen Kurs-Denken - herauskommen, Kooperationen schmieden, Netz-
werke spannen und neue Orte kulturell besetzen.

>> Programm der Tagung

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EFQM Zertifizierung der Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des Volkshochschulverbands Baden-Württemberg ist von der
Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) erneut erfolgreich zertifiziert worden
nach EFQM - Committed to Excellence. Validator Jochen Muskalla von der Deutsch-
en Gesellschaft für Qualität beglückwünschte die Geschäftsstelle des VHS-Landes-
verbandes am Ende des Zertifizierungsverfahrens, als er die positiven Ergebnisse
der Qualitätsüberprüfung vorstellte. „Eine enorme Teamleistung - In unseren drei Qualitätsprojekten waren Mitarbeitende aus allen Bereichen im Einsatz und ließen
ihre Ideen einfließen“, erläutert QM-Leiterin Tanja Sommerfeld vom VHS-Verband.
Diese Einschätzung unterstrich auch Jochen Muskalla nach der Durchsicht aller
Unterlagen und nach der Überprüfung durch mehrere Gesprächsrunden und Inter-
views vor Ort in Leinfelden-Echterdingen. Er bescheinigte der Verbandsgeschäfts-
stelle eine positive Atmosphäre in einem motivierten Team und hob das gleichmäßig
hohe Niveau aller Ergebnisse hervor. Verbandsdirektor Dr. Hermann Huba freut sich
über das hervorragende Ergebnis der Zertifizierung: „Mit der erfolgreichen Rezertifizie-
rung beglaubigen wir die Ernsthaftigkeit unseres Entwicklungsplans „vhs 2022“.
Dessen erstes Ziel ist ein durch Zertifizierung nachgewiesenes Qualitätsmanagement
an allen baden-württembergischen Volkshochschulen.“


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Termine


Deutscher Volkshochschultag am 9. und 10. Juni 2016 in Berlin

Unter dem Motto „Digitale Teilhabe für alle!“ findet der Volkshochschultag im Berlin
Congress Center statt. Das vielfältige Programm nimmt neben erweiterten Lernwelt-
en in der Weiterbildung unter anderem den Wandel der Arbeitswelt unter dem Einfluss
der Digitalisierung sowie gesellschaftspolitisch brisante Fragen der digitalen Spaltung
in den Blick. Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg präsentiert sich mit
einem Stand zu den Themen Gesundheitsbildung und Xpert Business auf der dazugehörigen Weiterbildungsmesse.


>> Weitere Informationen



Mitgliederversammlung des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg am
7. und 8. Juli 2016 in Bad Mergentheim

Zum Thema „Heimat(en) (er)finden“ tagen in diesem Jahr die baden-württembergischen Volkshochschulen. Save the date!

>> Vorankündigung





   
 

    






   
    





   

 
         


     







   

   
     











    

 

  





     
   












































































   












   

   

   

   







   

   





























   



   
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