Newsletter des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg


  April 2021





Volkshochschulen bauen ihre digitalen Angebote aus – und benötigen weitere finanzielle Unterstützung

Rund ein Jahr nach dem ersten Lockdown haben die Volkshochschulen ihre digitalen Angebote stark ausgebaut, inhaltlich und methodisch breit aufgestellt und immer stärker strategisch verankert. Das zeigten die Praxisbeispiele bei einer Online-Veranstaltung des vhs-Verbandes Baden-Württemberg Ende März: Online-Sprachkurse, die in Kooperation mehrerer Volkshochschulen entstehen, bieten eine große Sprachenvielfalt, Integrationskurse können dank intensiver Vorbereitung der Teilnehmenden auch digital durchgeführt werden, Teilnehmende buchen statt der gewohnten Bewegungskurse Video-Tutorials auf YouTube. Und wer Abwechslung von der Bildschirmarbeit braucht, kann bei Volkshochschulen Kreativpakete mit Anleitungen erhalten. Unter dem Motto „Jetzt erst recht“ diskutierten die mehr als 70 vhs-Mitarbeitenden, welche Möglichkeiten Volkshochschulen nutzen können, um Teilnehmende mit Bildungsangeboten zu erreichen und dabei Pandemiemüdigkeit und Zoom Fatigue zu überwinden.

Doch trotz aller Bemühungen: Als Orte des gemeinsamen Lernens sind Volkshochschulen von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Seit Mitte Dezember 2020 können sie kaum noch Präsenzangebote durchführen, im Bereich Gesundheitsbildung sogar bereits seit November. Die digitalen Angebote können den Präsenzunterricht weder inhaltlich und methodisch ersetzen, noch finanziell. Für das erste Quartal 2021 rechnen die Volkshochschulen daher mit einem Einnahmerückgang von 75 Prozent. „Die Volkshochschulen brauchen dringend weitere finanzielle Unterstützung, sonst sind sie in ihrer Existenz gefährdet. Damit Volkshochschulen ihren gesellschaftlichen Auftrag jetzt und auch nach der Corona-Krise erfüllen können, müssen ihre massiven Einnahmeverluste ausgeglichen werden“, fordert deshalb Fritz Kuhn, Vorsitzender des Volkshochschulverbands Baden-Württemberg. Neben der Unterstützung der Kommunen ist auch die des Landes erforderlich, damit das flächendeckende Netz der Weiterbildung in Baden-Württemberg nicht zerreißt.

Weiterführende Informationen: Corona gefährdet die Volkshochschulen

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Online-Austausch mit Landtagspräsidentin Muhterem Aras im Projekt „Bring dich ein – Your Voice Matters“ am 18. Mai 2021

 Das Projekt „Bring dich ein – Your Voice Matters“ spricht Menschen ohne Wahlrecht an 6 Pilotstandorten an und motiviert diese durch Bildungs-, Austausch- und Partizipationsangebote dazu, sich bürgerschaftlich und politisch zu engagieren. Dafür sollen im Projekt weiterführende Bildungsangebote unter Einbindung der Zielgruppen entwickelt werden. Neben den örtlichen Veranstaltungen findet am 18. Mai 2021 die erste landesweite Veranstaltung statt: ein digitales Live-Gespräch mit Landtagspräsidentin Muhterem Aras. Bei diesem Online-Austausch können Teilnehmende am Projekt direkt ihre Fragen und Anliegen einbringen und sich mit Frau Aras rund um die Leitfrage des Projekts „Wie kann ich mich aktiv an gesellschaftlichen und politischen Prozessen beteiligen, obwohl ich nicht wählen darf?“ austauschen.

Begleitet wird das Projekt durch eine Social Media Kampagne, mit der zum Mitmachen und Mitposten aufgerufen wird. Die Veranstaltung wird live auf dem YouTube Kanal des Projekts gestreamt. Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf der Homepage www.bringdichein-bw.de sowie auf den Social Media Kanälen. Machen Sie mit – jede Beteiligung zählt!

Das Projekt läuft bis zum 30. November 2021 und wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg gefördert.

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Projekt „Verbraucherbildung“ geht in die nächste Runde


Am 1. März 2021 startete die Neuauflage des Projekts „Verbraucherbildung für Familien und Erwachsene in Baden-Württemberg“ mit zwei neuen Schwerpunktthemen und zwei neuen Standorten. In dem Projekt vermitteln die Bildungseinrichtungen in jetzt 8 Pilotregionen Alltagskompetenzen und Wissen, um ökonomische Zusammenhänge zu verstehen, selbstbestimmtes Verbraucher*innenverhalten zu befördern und eine Reflexion und Folgenabschätzung des eigenen Konsumhandelns zu ermöglichen. Die Sensibilisierung für brisante Themen aus dem wirtschaftlich-rechtlichen Verbraucherschutz steht dabei im Mittelpunkt, die Angebote sind in den Themenfeldern „Finanzen und Vorsorge“, „Digitale Welt und Telekommunikation“, „nachhaltiger Konsum” und „Energie” angesiedelt. Weitere Informationen zum Projekt, zu den Kursangeboten und den teilnehmenden Einrichtungen finden Sie unter www.verbraucherbildung-bw.de.

Das Projekt „Verbraucherbildung für Familien und Erwachsene in Baden-Württemberg“ wird vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg finanziert und von der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg und vom Volkshochschulverband Baden-Württemberg durchgeführt.

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Ausbau der Kooperationen des LN WBB: Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg

Im Rahmen der lebensbegleitenden Weiterbildungs- und Berufsberatung ermöglicht die Koordinationsstelle des LN WBB den kollegialen Austausch und die Vernetzung zwischen den Beratenden des Landesnetzwerks Weiterbildungsberatung vor Ort mit beratenden Ansprechpartner*innen der Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg.

Die zuständigen Teams „Berufsberatung im Erwerbsleben“ der Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg sind zum 01. Januar 2021 an den vier Standorten Heilbronn, Karlsruhe-Rastatt, Nagold-Pforzheim und Stuttgart an den Start gegangen und sind aktuell für die Beratenden des LN WBB über E-Mail erreichbar.

Die bereits bestehenden Beratungsstrukturen sollen nicht verdrängt, sondern langfristig verstetigt und einbezogen werden. Das LN WBB fördert deshalb eine intensive Vernetzung zwischen den verschiedenen Weiterbildungsberatungsstellen, damit die Kooperationen zu einem flächendeckenden Beratungsnetz mit vielfältigen, niederschwelligen und wohnortnahen – aber gleichwohl abgestimmten Angeboten – für alle Bürger*innen in Baden-Württemberg führen.

Das Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung BW, dessen Träger der Volkshochschulverband Baden-Württemberg ist und das vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport gefördert wird, umfasst aktuell 177 Mitgliedseinrichtungen, deren qualifizierte Beratende zu allen Fragen der allgemeinen, beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung beraten und unterstützen. Auf der Homepage des Landesnetzwerks www.bildung-bringt-weiter.de finden Sie nähere Informationen sowie die Beratungsstellen in den Regionen Baden-Württembergs unter www.lnwbb.de/in-ihrer-region.

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Neues EU-Projekt REGALE: Regionale Initiativen zur Förderung der Erwachsenenbildung im Fokus

Mit welchen innovativen Initiativen fördern europäische Städte, Gemeinden und Regionen die Erwachsenenbildung? Dieser Frage geht das EU-finanzierte Projekt „Regional Capacity for Adult Learning and Education“ (REGALE) nach. Erfolgreiche Initiativen zur Förderung der Erwachsenenbildung werden im Projekt identifiziert und Erfolgsfaktoren herausgearbeitet. Unter anderem steht dabei im Fokus, ob Projekte, Programme und Politikinitiativen zu einer nachhaltigen Erhöhung der Bildungsbeteiligung von Erwachsenen geführt haben. Gute Praktiken sollen europaweit bestehende lokale und regionale Netzwerke der Erwachsenenbildung bei der Weiterentwicklung ihrer Arbeit unterstützen. Volkshochschulen und andere Weiterbildungsträger können an geförderten Studienbesuchen im europäischen Ausland teilnehmen und Best-Practice-Initiativen vor Ort kennenlernen.

Das Projekt läuft vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2023 und wird im Rahmen des ERASMUS+-Programms der EU gefördert. REGALE wird von der European Association for the Education of Adults (EAEA), dem europäischen Dachverband für die Erwachsenenbildung, koordiniert. Der Volkshochschulverband ist Partner im Projektkonsortium. Europäische Projektpartner kommen aus Belgien, Irland, Italien, Kroatien, Norwegen, Griechenland, Großbritannien und Schweden.

Weiterführende Informationen: https://eaea.org/our-work/projects/regale/

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Termine

●  Unsere nächste Mitgliederversammlung findet am 08./09. Juli 2021 statt. Save the date!
   




 




             

 

 

   



   


   
  











  















   


   

   



   


 



   

   



















    




























 
   



















   
   


   
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