Newsletter des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg


Dezember 2021




Spannende und erfolgreiche Abschlusstagung des Projektes „Lernen fürs Leben“

Im Projekt „Lernen fürs Leben“ entwickelten die beiden Projektpartner Volkshochschulverband und Caritasverband von Anfang 2019 bis Ende 2021 gemeinsam Alphabetisierungs- und Grundbildungsangebote. An sechs Pilotstandorten (Friedrichshafen, Heidenheim, Ludwigsburg, Stuttgart/Esslingen, Schwäbisch Gmünd und Ulm) wurden in Kooperation Maßnahmen durchgeführt, die durch den Ansatz der aufsuchenden Bildungsarbeit die Distanz zwischen den Personen und den Bildungsinhalten erfolgreich überbrückten.

Bei der digitalen Abschlusstagung des Projektes am 17. November 2021 gaben die Pilotstandorte einen Überblick über den Projektverlauf und berichteten von Stolpersteinen, aber auch von konkreten Erfolgsgeschichten und kreativen Problemlösungen in den Krisenzeiten. Neben Grußworten von Katja Deigendesch (Projektleitung), Dr. Tobias Diemer (vhs-Verbandsdirektor), Dr. Anette Holuscha-Uhlenbrock (Caritas-Verbandsdirektorin) und einem Überblick über die aktuelle Lage in der Grundbildung von Dr. Roland Peter (Kultusministerium) stand ein Vortrag von Jun-Prof. Dr. Matthias Alke zum Thema „Kooperationen in der Grundbildung“ auf dem Programm sowie eine Podiumsdiskussion, in der nochmals wichtige Fragen zum Projekt von den Projektpartnern sowie von der wissenschaftlichen Begleitung (DHBW) reflektiert wurden. Bei der Frage nach der Verstetigung der Strukturen wurde herausgearbeitet, dass grundsätzlich persönliches Engagement, das kooperative Netzwerken, die jeweilige Sensibilisierung für die Profession des Projektpartners und die Erfahrungen im gesamten Projektverlauf das Fundament für nachfolgende Herausforderungen im Bereich der Grundbildung sind. Außerdem wurde deutlich, dass die Bedeutsamkeit der Grundbildung durch die Pandemie bei gleichzeitigen finanziellen Herausforderungen hinzugewonnen hat.

An dieser Stelle sei allen Projektteilnehmenden gedankt, die trotz der schwierigen Pandemiezeiten ein erfolgreiches Weiterbestehen des Projektes ermöglichten. Besonders aber den Brückenpersonen; denn erst durch sie konnte der erhoffte Bildungstransfer stattfinden.

>> Informationen zum Projekt


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Veröffentlichung der EOK-Handreichung

Seit 2020 bieten die Volkshochschulen in Baden-Württemberg Kurse zur Erstorientierung und Wertevermittlung für Asylbewerber*innen mit unklarer Bleibeperspektive (EOK). Dabei geben sie einen Überblick über Deutschland und vermitteln erste Sprachkenntnisse. Um die Lehrkräfte und Kurskoordinator*innen zu unterstützen, hat der vhs-Verband zusammen mit vier Projektpartnern im Auftrag des BAMF eine bundesweite Handreichung für Lehrkräfte in den Erstorientierungskursen erstellt. Auf 600 Seiten sowie auf der Onlineplattform www.eok-handreichung.de bietet nun die neue Handreichung umfassendes Material für den EOK-Unterricht – aus der Praxis für die Praxis.

Neben den EOK können die Materialien auch in anderen niedrigschwelligen DaZ-Kursen eingesetzt werden. Zusätzlich zur Onlineplattform gibt es alle Materialien auch in einer benutzerfreundlichen Printversion. Sollten Sie Interesse an der Print-Handreichung oder den Erstorientierungskursen selbst haben, dann teilen Sie es uns bitte einfach mit (Kontakt: Jolanta Braig, braig@vhs-bw.de). Das EOK-Projekt wird im kommenden Jahr fortgeführt.

>> Informationen zum Projekt

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Aktionsprogramm ZPP im Programmbereich Gesundheit

Die Volkshochschulen sind die größten und erfahrensten Anbieter*innen von Gesundheitskursen in Baden-Württemberg. In über 45.000 Kursen in Baden-Württemberg haben über 500.000 Teilnehmende etwas für ihre Gesundheit getan. Viele Volkshochschulen beteiligen sich am Zertifizierungsverfahren der ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention), die Gesundheitskurse zur Vorbeugung von Krankheiten (Primärprävention) zertifiziert. Diese Zertifizierung resultiert dann in einer Kostenbeteiligung der gesetzlichen Krankenversicherungen an den Kursgebühren – für die Volkshochschulen ein wichtiges Argument, ihre Kurse durch die ZPP zertifizieren zu lassen.

Da sich das ohnehin aufwändige Zertifizierungsverfahren durch eine Systemumstellung der ZPP seit Frühjahr 2021 nochmals verlangsamt hat, hat der Volkshochschulverband Baden-Württemberg ein Aktionsprogramm ZPP gestartet. Dies soll alle Volkshochschulen in Baden Württemberg in ihren jeweiligen Bemühungen unterstützen.

Das Aktionsprogramm besteht aus:

  • Pressemitteilungen, um unsere methodischen Vorbehalte zu kommunizieren als auch auf die operativen Probleme der ZPP hinzuweisen
  • Schreiben an die Gesetzlichen Krankenversicherungen und an einzelne Abgeordnete
  • Vorlage eines Schreibens an die Teilnehmenden
Erste Erfolge sind bereits zu verzeichnen: In Gesprächen mit den betroffenen Institutionen ist ein gewisses Entgegenkommen der ZPP in Bezug auf die Ermöglichung flexiblerer Kurskonzepte zu erkennen. Zur weiteren Unterstützung der Volkshochschulen ist am 14.12.2021 um 14:00 Uhr eine Schulung zur ZPP-Beantragung geplant.

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Selbstlernkurs „Volkshochschule 4.0“: Erfolgreich mit digitalen Medien


Digitale Medien können Präsenzkurse interaktiver und abwechslungsreicher machen und neue Lehrformate wie hybride Kurssettings erst ermöglichen. Das Potenzial digitaler Tools für die Lehre ist groß, genauso wie die Auswahl an verfügbaren Medientools. Sich in diesem „Mediendschungel“ zu orientieren ist für viele Lehrkräfte herausfordernd. Technisch müssen die Tools einfach bedienbar sein, aber gleichzeitig auch methodisch-didaktisch zum Kurskonzept passen. Worauf Sie bei der Gestaltung eines digitalgestützten Kurses achten müssen, erfahren Sie in diesem neuen Online-Angebot.

Der Selbstlernkurs richtet sich an vhs-Kursleitende (und vhs-Mitarbeitende), die einerseits ihren Präsenzunterricht mit digitalen Medien ergänzen möchten und andererseits digitale oder hybride Kursformate anbieten möchten.
Das Online-Angebot ist kostenfrei und kann orts- und zeitunabhängig auf der vhs.cloud bearbeitet werden.

Der Selbstlernkurs wurde von einem Masterstudierenden der Eberhard Karls Universität Tübingen im Rahmen seiner Abschlussarbeit in enger Zusammenarbeit mit dem Volkshochschulverband Baden-Württemberg entwickelt. Gefördert wurde die Konzeption und technische Umsetzung des Kurses durch die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg.

>> Weitere Informationen zum Kursangebot

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EFQM-Rezertifizierung der Geschäftsstelle des vhs-Verbands

Die Geschäftsstelle des Verbands wurde im Oktober 2021 gemäß EFQM-Modell 2020 mit dem Qualitätssiegel „Validated by EFQM“ turnusgemäß rezertifiziert. Es handelt sich um die bereits fünfte Rezertifizierung nach diesem Verfahren. Das Zertifikat ist drei Jahre gültig.

Das EFQM-Modell ist weltweit anerkannt, es unterstützt Organisationen bei Transformationsprozessen und der Optimierung ihrer eigenen Leistungsfähigkeit. Zentral sind hierbei die eigenverantwortliche Evaluation sowie die Priorisierung wichtiger Handlungsfelder durch die Mitarbeitenden der Einrichtung.

Der Zertifizierungsprozess wurde genutzt, um drei Verbesserungsprojekte umzusetzen, die für die interne Weiterentwicklung der Geschäftsstelle von zentraler Bedeutung sind:

1.  Die Systematisierung der Projektarbeit im Hause wurde vorangetrieben und ein zentraler Materialpool zur Projektbuchhaltung digital eingerichtet.
   
2. Der Fokus auf ein nachhaltiges Büromanagement ist intensiviert worden, zahlreiche (Archiv-)Unterlagen sind nun digitalisiert. Eine Ausweitung dieses Projekts auf bestehende analoge Datenbestände ist geplant.
   
3. Das in diesen Zeiten immer wichtiger werdende mobile Arbeiten wurde technisch erleichtert, ein flexibler externer Zugriff auf Netzwerkdaten ermöglicht und mit Leitfäden und Schulungen für die Mitarbeitenden im Hause unterstützt.

Wir freuen uns über diesen Erfolg und danken allen Mitwirkenden für ihr Engagement!

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Das neue „vhs info“ ist da: „Neue Wege, Chancen und Herausforderungen – Die vhs in Zeiten des Umbruchs“

In der neuen Ausgabe des „vhs info“ setzen wir den Fokus auf das Thema „Neue Wege, Chancen und Herausforderungen – Die vhs in Zeiten des Umbruchs“.

Die Volkshochschulen müssen sich in ihrer (Bildungs-)Arbeit jetzt umorientieren und neue Wege gehen. Gleichzeitig müssen sie sich mit dieser veränderten Zeit und den Folgen daraus beschäftigen und die Gesellschaft bei den Herausforderungen unterstützen. Genau an diesem Punkt setzt diese Ausgabe an.

Wir laden Sie herzlich ein, einen umfassenden Blick auf vielfältige Themen der Volkshochschularbeit zu werfen und zu lesen, welche Haltung die Volkshochschule dabei einnimmt.

Digitalisierung, Klimawandel, Kulturelle Diversität und alternde Gesellschaft stehen hier im Fokus. Gleichzeitig hat sich ein Wandel der Lernformen abgezeichnet, der insbesondere durch die Digitalisierung beschleunigt wurde. Mit dem Digitalpaket des Landes begeben sich die Volkshochschulen in Baden-Württemberg in den Jahren 2021/22 auf eine digitale Reise. Was aber von einer der großen Aufgaben der Volkshochschulen – der Digitalisierung – nicht überschattet werden darf, sind Themen, die einen Perspektivwechsel erfordern, um „Bildung für alle“ zu ermöglichen. Auch das Thema Nachhaltigkeit hat einen großen Stellenwert in dieser Umbruchzeit.

Daneben bietet das Magazin wie gewohnt zahlreiche Fortbildungsangebote für Mitarbeitende und Kursleitende an Volkshochschulen.

>> Das aktuelle „vhs info“ zum Herunterladen

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Teilnahme des LN WBB bei der diesjährigen virtuellen Weiterbildungsmesse KOMPENEX am 09. November 2021

Am 09. November ging die zweite landesweite, digitale Weiterbildungsmesse KOMPENEX mit zahlreichen Ausstellern an den Start. Das Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung BW (LN WBB) war mit einem virtuellen Messestand und der Möglichkeit zu Beratungen in der Messehalle BERATUNG mit dem Team der Koordinationsstelle und Beratenden aus den Mitgliedseinrichtungen vertreten. Dort begonnene Beratungen wurden in den Beratungsalltag weiterführend mitgenommen.

An Weiterbildung Interessierte konnten sich ohne Registrierung in drei Aussteller-Messehallen zu allen Themen der beruflichen Weiterbildung informieren – IT, Technik, Bau, Logistik, Verwaltung, Gesundheit, Pädagogik, Dienstleistung, Medien, Soziales und weitere.

Bildungsexpert*innen führten kostenfreie Beratungen in der Beratungs-Messehalle über Video-Calls und Live-Chats zu den Themen: Wiedereinstieg, Quereinstieg, Neuorientierung und Umschulung, Aufstieg, neue Wege allgemeiner und beruflicher Fort- und Weiterbildung sowie zu Finanzierung der Weiterbildung durch. Auch Fragen rund um den Arbeitsmarkt wurden beantwortet. Expert*innen gaben den Besucher*innen passgenaue Tipps und Informationen zur beruflichen Weiterbildung und deren Fördermöglichkeiten. Ein Online-Café ermöglichte Interessierten sich digital auszutauschen. Die Teilnahme war kostenfrei. Jede*r konnte über die offizielle Messe-Webseite der KOMPENEX barrierefrei die Messe besuchen.

Die 13 landesweiten Regionalbüros für berufliche Fortbildung veranstalteten die KOMPENEX gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg im zweiten Jahr in Folge.



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Termine


●  Der Deutsche Volkshochschultag findet am 20./21 Juni 2022 unter dem Motto „Die Volkshochschule 2030: Zusammen in Vielfalt. Nachhaltig. Vernetzt.“ statt. Save the date!
   
Unsere nächste Mitgliederversammlung findet am 07./08. Juli in Offenburg statt. Save the date!




 




             

 

 




   


   
  











  





















   


   











































   



















    
 
   
















    


   

   



   
 








   




















































   
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