Newsletter des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg


Februar 2020





Zum Thema Landesförderung drei Fragen an Verbandsdirektor Dr. Hermann Huba


1. Das Land hat sein Versprechen eingelöst und den Weiterbildungspakt erfüllt. Mit dem Doppelhaushalt 2020/2021 erreicht die Landesförderung der Allgemeinen Weiterbildung den Bundesdurchschnitt. Was sagen Sie dazu?

Herzlichen Dank!, sage ich dazu. Vor dem Hintergrund der zahlreichen Anforderungen an die Finanzkraft des Landes kann diese Entscheidung der Regierung und den beiden Regierungsfraktionen nicht leicht gefallen sein. Andererseits lag insbesondere der für uns zuständigen Kultusministerin Dr. Eisenmann sehr daran, den Volkshochschulen ein deutliches Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung ihres Engagements und ihrer Arbeit zu senden. Zugleich hatte sie selbstverständlich auch die Notwendigkeit im Blick, den Weiterbildungsinteressierten im Land sozial unverträgliche Teilnahmegebühren zu ersparen.
   
2. Die Landesförderung der Volkshochschulen und der Kirchlichen Erwachsenenbildung wird im Jahr 2020 um 3 Millionen Euro und 2021 um weitere 2 Millionen Euro erhöht. Was ermöglichen diese erhöhten Mittel?

Wie gerade angedeutet, verringert die höhere Landesförderung zum einen den Druck auf die Teilnahmegebühren. Natürlich werden die Volkshochschulen nicht generell und auf Dauer auf Gebührenerhöhungen verzichten können. Durch die auf Bundesdurchschnitt verbesserte Landesförderung können sie aber moderater und damit sozialverträglicher ausfallen.
Zum anderen muss uns als Bildungsträger ebenso wie der Politik daran gelegen sein, die Weiterbildungsbeteiligung sog. bildungsferner und weniger qualifizierter Bevölkerungsgruppen deutlich zu steigern. Denn erst Bildung ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. Also müssen wir unser Alphabetisierungs- und Grundbildungsangebot, aber auch unser Allgemeinbildungsangebot, einschließlich der Bildung für unsere rechtsstaatliche Demokratie durch aufsuchende Bildungsarbeit effektiver an die Menschen herantragen. Aufsuchende Bildungsarbeit erfordert aber einen höheren Ressourceneinsatz, und zwar insbesondere zeitlich und personell.
   
3.  Wie sieht die finanzielle Zukunft der Allgemeinen Weiterbildung in Baden-Württemberg aus, nachdem sie nun nicht mehr bundesunterdurchschnittlich finanziert wird?

Mit der Erhöhung der Grundförderung auf den Bundesdurchschnitt ist es in einem Spitzenland wie Baden-Württemberg – auch aus den soeben genannten Gründen – nicht getan. Das Fernziel der Allgemeinen Weiterbildung, das auch im geltenden Weiterbildungspakt verankert ist, bleibt daher die Förderung der Arbeit der Volkshochschulen durch das Land zu einem Drittel, neben den Kommunen und den Teilnehmenden. Unser nächstes Zwischenziel für den bis 2025 fortzuschreibenden Weiterbildungspakt ist deshalb ein (vhs-)Mitfinanzierungsanteil des Landes in Höhe von 20 Prozent.

>> Mehr Informationen


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Erstorientierungskurse an Volkshochschulen

Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg hat für seine Volkshochschulen den Zuschlag für die Durchführung von Erstorientierungskursen für Asylbewerber*innen mit unklarer Bleibeperspektive in den Jahren 2020-2022 erhalten.

Zielgruppe der Förderung sind Asylbewerber*innen, die (noch) keinen Zugang zu den Integrationskursen haben, sich aber dennoch im unmittelbaren Lebensumfeld orientieren und in typischen Alltagssituationen auf Deutsch verständlich machen wollen. Die Teilnehmenden erlangen durch Erstorientierungskurse landeskundliches Wissen verbunden mit einfachen Deutschkenntnissen und können sich auf diese Weise besser in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden.

Insgesamt hat das Land Baden-Württemberg für die Umsetzung des Vorhabens drei bereits etablierte Trägerverbünde und den Volkshochschulverband ausgewählt, um jährlich 174 Kurse durchzuführen.


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Im Projekt „Was hält unsere Gesellschaft zusammen?“ starten die ersten Veranstaltungen


Nach dem Kick-off am 14. Oktober 2019 starten nun die ersten Veranstaltungen an den Volkshochschulen. Die zentrale Projektfrage „Was hält unsere Gesellschaft zusammen?“ ist wohl eine der meist gestellten Fragen der letzten Zeit. In dem Projekt fördert der Volkshochschulverband aus eigenen Mitteln Veranstaltungen, die Antworten auf die Projektfrage formulieren und dazu beitragen können, einer voranschreitenden Spaltung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken.

Es wurde schon über ein Drittel der Projektmittel beantragt: Bis jetzt nehmen 23 Volkshochschulen mit mehr als 40 Veranstaltungen an dem Projekt teil. Dabei wird die ganze Bandbreite der Volkshochschularbeit abgebildet, u.a. mit Filmprojekten, Podiumsdiskussionen, sogar Kochkursen, Aktionstagen und Zukunftsworkshops.
Den Auftakt bildet der Frauentag „Frei leben – Gemeinschaft stärken“ an der vhs Karlsruhe am 8. Februar 2020, der Selbstreflexion als Voraussetzung für ein gesellschaftliches Miteinander thematisiert.

Haben Sie noch Ideen für Veranstaltungen? Bewerben Sie sich jetzt mit Ihrer Projektidee.

>> Weitere Informationen zum Projekt und zu den Förderkriterien




Wir freuen uns auch über Ihre Antwort!



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Digital erweiterte Kurse an der vhs – Kooperation des Volkshochschulverbandes mit der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der PH Weingarten

Immer mehr vhs-Kursleitende setzen digitale Medien in ihren Kursen ein. Um sie bei der methodisch-didaktischen Entwicklung von Kurskonzepten zu unterstützen, bietet der Volkshochschulverband Baden-Württemberg ab 25. April 2020 eine besondere Fortbildung an: Die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der PH Weingarten (AWW) hat eine modulare Fortbildung im Blended Learning-Format konzipiert, die Fragen beantwortet wie: Wie können digitale Tools pädagogisch sinnvoll in das Unterrichtskonzept integriert werden? Wie muss eine digitale Lernumgebung lernfreundlich gestaltet sein? Welche Besonderheien gibt es bei der Kommunikation im digitalen Kursraum zu beachten?

Durch die Kooperation können die Teilnehmenden von der wissenschaftlichen Expertise und dem praktischen Knowhow der AWW profitieren. Die Fortbildungsreihe besteht aus Basismodulen für Kursleitende aus allen Programmbereichen sowie Ergänzungs- und Vertiefungsmodulen für Sprachkursleitende. Sie umfasst Präsenz- und Online-Phasen und ist aufgrund einer Projektförderung für die Teilnehmenden kostenfrei.

Die Geschäftsführerin der AWW, Dr. Monica Bravo Granström, freut sich über die Zusammenarbeit: „Wir freuen uns, den Volkshochschulverband bei der Fortbildung der vhs-Kursleitenden zu unterstützen und sind gespannt auf die Teilnehmenden, ihre Konzepte und die Arbeit mit der vhs.cloud.“

>> Weitere Informationen zur Fortbildung und die Anmeldemodalitäten




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Verbraucherbildung für Erwachsene und Familien in Baden-Württemberg kommt in die Fläche

Ziel des Projekts „Verbraucherbildung für Erwachsene und Familien in Baden-Württemberg“ ist die Vermittlung von Alltagskompetenzen und Wissen, um ökonomische Zusammenhänge zu verstehen, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten zu befördern und eine Reflexion und Folgenabschätzung des eigenen Konsumhandelns zu ermöglichen. Das Projekt wird vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg finanziert.

Um Verbraucherbildung in die Fläche bringen zu können, entstehen im Projekt Regionen für Verbraucherbildung. Diese Regionen für Verbraucherbildung bestehen aus je einer zentralen Regionalstelle und angeschlossenen Kooperationspartnern. Im Herbst 2019 nahmen die beiden ersten Pilotregionen Heilbronn (Stadt und Landkreis) und Tübingen (Stadt und Landkreis) die Arbeit auf, im Frühjahr 2020 starten vier weitere Pilotregionen.


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Positionspapier „Gesundheitsbildung an Volkshochschulen“


Die Bevölkerung vertraut auf die Seriosität der Angebote von Volkshochschulen. Dieses Vertrauen wollen die Volkshochschulen gerade auch in Fachgebieten, in denen Sinn- und Weltanschauungsfragen, psychische Aspekte und Gesundheitsfragen eine wesentliche Rolle spielen, in jedem Fall rechtfertigen. Deshalb berücksichtigen die verantwortlichen Programmplanenden nicht nur die Interessen der Teilnehmenden, sondern immer auch die Anforderungen des öffentlichen Bildungsauftrags der Volkshochschulen.

Das gemeinsame bundesweite Positionspapier „Gesundheitsbildung an Volkshochschulen“ stellt das Verständnis von Gesundheitsbildung an Volkshochschulen und deren Qualitätsansprüche zusammenfassend dar.


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Termine


●  Am 4. März 2020 startet der EBmooc, ein Online-Kurs für Erwachsenenbildner*innen: Mehr Infos unter: http://ebmooc.at/
   
2./3. Juli 2020: Mitgliederversammlung und Jahrestagung des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg in Friedrichshafen mit der Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Unser Thema: „Demokratie und Wahrheit – Trägt unsere demokratische Kultur?“. Save the date!
   
21./22. Juni 2021: XV. Deutscher Volkshochschultag in Leipzig. Save the date!




 




             

 

 

   


    

   


   
  











  


























   










   

   











   


   
   












 

   

























   


























   



   




















   











   
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