Newsletter des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg

Oktober 2017








Fordern, ohne zu fördern - das passt nicht zusammen

Als größter Träger von Alphabetisierung und Grundbildung befürworten die Volkshochschulen und ihr Verband jede Steigerung der öffentlichen Aufmerksamkeit und Unterstützung für dieses Themenfeld. Ein Grundbildungstag, wie ihn das Land Baden-Württemberg plant, könnte dazu beitragen. Ebenso die Verpflichtungserklärungen, die die unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteure zur Unterstützung von Alphabetisierung und Grundbildung an diesem Tag unterzeichnen sollen.

Andererseits lässt das Land in den Entscheidungen zum Doppelhaushalt 2018/19 erkennen, dass es seiner Verpflichtung aus dem Weiterbildungspakt, die Landesförderung der Allgemeinen Weiterbildung bis 2020 weiter bis auf den Bundesdurchschnitt zu erhöhen, nicht nachkommen wird. Deshalb lehnen es der Volkshochschulverband und die Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung KiLAG übereinstimmend ab, ihrerseits dem Land gegenüber diese neue Verpflichtung einzugehen: Von anderen Verpflichtungen zu fordern, ohne die eigenen zu erfüllen, passt genau so wenig zusammen, wie bei gleichbleibender Landesförderung zusätzliche öffentliche Aufgaben zu übertragen.

Bleibt es also bei der derzeitigen Haltung des Landes hinsichtlich der Landesförderung, werden sich vhs-Verband und KiLAG an dem geplanten Grundbildungstag nicht beteiligen.

Dr. Hermann Huba


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vhs kommunal:
Leistungen der Volkshochschulen für ihre Kommune

Betriebliches Gesundheitsmanagement für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommune, inklusive Angebote zur Stärkung der (kommunal-)politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, Kulturveranstaltungen im Supermarkt und an anderen besonderen Orten in der Kommune: Die aktuelle Broschüre „vhs kommunal“ zeigt in zwölf anschaulichen Praxisbeispielen, was Volkshochschulen für ihre Kommunen leisten – über das „reguläre“ Volkshochschulprogramm hinaus. Volkshochschulen sind zentrale Lern- und Bildungsorte. Sie gestalten das Fortbildungsangebot für kommunale Beschäftigte sowie für ehrenamtlich Engagierte und begleiten kommunale Prozesse wie beispielsweise Städtepartnerschaften mit Kursen und Projekten. Volkshochschulen fördern durch inklusive Angebote die politische und kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Sie unterstützen Schulen mit einem maßgeschneiderten Angebot an Eltern- und Familienbildung. Und Volkshochschulen machen innovative, ansprechende Bildungsangebote zu den verschiedensten Themen, sei es der „Knigge für Azubis“ oder die Beobachtung einer Sonnenfinsternis in der vhs-eigenen Sternwarte.

Die Broschüre wird im Oktober 2017 an alle Volkshochschulen sowie die baden-württembergischen Städte und Gemeinden versandt. Volkshochschulen können weitere Exemplare beim vhs-Verband bestellen.
        
                                                                                               
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Mit allen Sinnen: Der Fachtag „Europa erleben“

Vergangene Woche konnten die Besucher/innen der Veranstaltung „Europa erleben“ nicht nur mehr über Europa lernen, sondern auch verschiedene Facetten Europas sehen, hören, riechen, schmecken und tanzen. Fachvorträge, ein europäisches Buffet, eine Foto-Präsentation des Gewinnspiels „Meine Begegnung mit Europa“, eine Weinprobe und verschiedene Aktionen zum Mitmachen sprachen alle Sinne an und setzten Impulse für die landesweite Initiative „vhs für Europa“.

Im Seminarzentrum des Verbandes begrüßte Verbandsdirektor Dr. Hermann Huba neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern baden-württembergischer Volkshochschulen auch Vertreter des Landes bei der EU in Brüssel. "Lassen Sie uns dauerhaft daran arbeiten, dass die Menschen Europa als eben nicht selbstverständliche Errungenschaft besser verstehen und sich selbst wechselseitig besser verstehen, damit sie solidarisch entscheiden und handeln können.", sagte er in seiner Einführung. Einen ausdrücklichen Dank richtete er an Ministerialrat Dr. Norbert Lurz aus dem Kultusministerium Baden-Württemberg für die Unterstützung von „vhs für Europa“ durch das Land.

Hauptredner der Veranstaltung war Prof. Dr. Eckart Stratenschulte, ehemaliger Leiter der Europäischen Akademie Berlin. Er betonte die wichtige Rolle der Weiterbildung hinsichtlich Europas, in dem er darstellte, vor welchen Herausforderungen die EU momentan steht. „Wir brauchen eine breite Debatte, die Zeit des permissiven Konsenses ist vorbei. Wir müssen die EU auf die Tagesordnung setzen!“, so Stratenschulte.

Als Vertreterin des Kultusministeriums bei der EU war Ulrike Conrad eingeladen, über ihre Arbeit in Brüssel zu berichten. Sie erläuterte, wie die Landesvertretung Europapolitik mitgestalten kann, beispielweise über die Mitarbeit in beratenden Gremien und durch intensive Netzwerkpflege und Veranstaltungen auf EU-Ebene.
Nach umfangreichen Informationen endete der Fachtag mit einer kleinen europäischen Weinprobe - und mit der Erkenntnis, dass Europa über knapp die Hälfte der weltweiten Weinanbauflächen verfügt, auch dieses Kulturgut also nicht aus Europa wegzudenken ist.

>> Weitere Informationen


>> Kurssuche zu „vhs für Europa“


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Die vhs ist sympathisch!
Ergebnisse der Marktstudie zu Bekanntheit und Image

Die Ergebnisse der bundesweit ersten repräsentativen Umfrage zum Image und zur Markenbekanntheit der Volkshochschule liegen vor. Mit der Umfrage hat der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) das Meinungsforschungsunternehmen Ipsos beauftragt. Im ersten Quartal 2017 wurden 2.000 Personen ab 14 Jahren in persönlichen, computergestützten Interviews befragt. Demnach kennen 77 Prozent der Menschen in Deutschland die Volkshochschule. Sie ist der mit Abstand bekannteste Branchenanbieter und kommt einem Drittel der Befragten beim Stichwort Weiterbildung als erstes in den Sinn.

Wiederum mehr als die Hälfte der Volkshochschul-„Kenner“ kann sich vorstellen, sie auch zu nutzen. Offensichtlich ist die Schwelle zur Anmeldung an einer vhs hoch: Nur jede/r Fünfte derjenigen, die eine Teilnahme grundsätzlich in Erwägung ziehen, geht tatsächlich zur Volkshochschule.

Nach dem Besuch der vhs sind die meisten überzeugt, dass es sich gelohnt hat: Knapp 60 Prozent bewerten die vhs positiv. Acht von zehn Nutzern können die vhs weiterempfehlen. Das ist auch im Vergleich mit anderen Bildungsanbietern ein hoher Wert.

Mit der Umfrage konnte näher beleuchtet werden, was „Erwäger“ zu Teilnehmenden macht. Was beeinflusst ihre Entscheidung? Maßgeblich sind laut der Studie gute Erreichbarkeit, ein ansprechender Internetauftritt sowie kompetente und freundliche Mitarbeiter/innen. Aus den Ergebnissen der Studie können Volkshochschulen Potentiale für ihre Arbeit und nicht zuletzt für ihre Außendarstellung ableiten, um die „Noch-nicht-Nutzer“ zu überzeugen.

Als größten Einflussfaktor auf das Image ließen sich Sympathie, vielseitiges und innovatives Angebot und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis herausfiltern. Vor allem die Sympathie ist hier die herausragende Stärke der vhs, die es - unter anderen - weiterhin zu pflegen gilt. Ein weiterer Pluspunkt der Volkshochschulen ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, die bei Bildungsanbietern auch als wichtig wahrgenommen wird.

Eine Kurzfassung der wichtigsten Ergebnisse finden Sie in diesem Flyer:

>> Flyer zur vhs-Bekanntheits- und Imageumfrage (pdf)

>> Volkshochschulen können die Printversion des Flyers hier bestellen


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Mit der vhs zum Studium: Neue Hochschulkooperationen

Den Übergang vom vhs-Kurs zum Studium erleichtern zwei neue Kooperationen mit Hochschulen: SRH - The Mobile University und IUBH – International University of Applied Sciences rechnen die betriebswirtschaftlichen Xpert Business (XB) Zertifikate direkt auf das Studium an. Damit können Absolventinnen und Absolventen der Volkshochschulen sich nahtlos weiterqualifizieren und im Studium wertvolle Zeit sparen.

Wie SRH und IUBH rechnen immer mehr Hochschulen Abschlüsse des Zertifikatssystems Xpert Business an, das vom Volkshochschulverband Baden-Württemberg für die rund 900 Volkshochschulen in Deutschland verantwortet wird. In eingehenden Analysen haben die Hochschulen Qualifizierungsziele, Curricula, Anforderungsniveaus und den erforderlichen Arbeitsumfang verglichen und danach die vhs-Abschlüsse als gleichwertig bewertet. Wie die aktuelle bundesweite Studie der FOM Hochschule zeigt, verfügen rund zwei Drittel der Teilnehmenden an XB Kursen über eine Hochschulzugangsberechtigung (mit oder ohne Abitur) und können von diesen Kooperationen profitieren.

Mit der FOM konnte die erfolgreiche Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden: Aktuell rechnet diese Hochschule an 28 Hochschulzentren in Deutschland XB Abschlüsse auf weitere ihrer berufsbegleitenden Studiengänge an, und zwar mit bis zu 33 Europäischen Credit-Points (ECTS). Bei der SRH Fernhochschule besteht die größte Überschneidung der Lehrinhalte mit denen des Xpert Business Systems, sodass dort bis zu 42 Credit-Points für XB Abschlüsse angerechnet werden. So sind die Angebote der Volkshochschulen jetzt bundesweit noch besser anschlussfähig.

>> Weitere Informationen


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Das Projekt „Männer - Bildung - Männerbildung“

Mit dem Projekt Männer - Bildung - Männerbildung verbindet sich das Ziel, mit Bildungs- und Weiterbildungsangeboten mehr Männer anzusprechen und zu erreichen. Dazu werden die Fragen und Bedürfnisse von Männern in dialogischen, beteiligungsorientierten Prozessen aufgegriffen. Dieser Dialogprozess findet in Fokus- oder Praxisgruppen vor Ort statt, in die sowohl Haupt- und Ehrenamtliche als auch Männer aus dem Sozialraum eingeladen werden, relevante Themen zu diskutieren und neue Formate für Männerbildung zu entwickeln. Um auf einen möglichst breiten Bestand an Erfahrungen und Praxis-Wissen zurückgreifen zu können, kooperieren in diesem Projekt die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg und der Volkshochschulverband Baden-Württemberg.

An einem öffentlichen Fachtag am 30. November 2017 berichten die 5 Projektstandorte über ihre ersten Erfahrungen, außerdem werden Prof. Dr. Lothar Böhnisch (Dresden und Bozen) und Prof. Dr. Barbara Thiessen (Landshut) Ergebnisse der Männer- und Bildungsforschung sowie Ableitungen für die Praxis der Bildungsarbeit vorstellen.

>> Weitere Informationen


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Termine


11. November 2017

Fachtag „Power Response Training“
in Ludwigsburg

>> Informationen und Anmeldung


30. November 2017

Fachtag „Männer - Bildung - Männerbildung“
Bildungswünsche, Bildungspraxis und Beteiligung von Männern

in Leinfelden-Echterdingen (Seminarzentrum des Volkshochschulverbandes)

>> Informationen und Anmeldung


5./6. Juli 2018

Jahrestagung des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg in Freiburg.
Save the date!








   


 

 


































   

    
    















    
   


   
  
Prof. Dr. Stratenschulte

   

   
    

   









   



 
   
     
    





























    


   






















    

   

    




   





   


   
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