Newsletter des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg


 Oktober 2020




Teilnahmerekord bei den Volkshochschulen

Im Vor-Corona-Jahr 2019 verzeichneten die baden-württembergischen Volkshochschulen einen Teilnahmerekord. Seit dem Jahr 2000 fragten nie mehr Personen die vhs-Bildungsangebote nach als im Vorjahr, nämlich 2,243 Millionen. Das sind nochmal 2.200 Personen mehr als im Jahr 2017, dem Jahr des bisherigen Höchststandes.

Das ist das Ergebnis der soeben abgeschlossenen Statistik des Volkshochschulverbandes, die das Arbeitsjahr 2019 zusammenfasst (https://www.vhs-bw.de/jahresstatistik_2019.pdf). Einen leichten Rückgang weist sie lediglich beim Unterrichtsvolumen auf, das aber mit rd. 3,1 Millionen Unterrichtsstunden immer noch deutlich über der 3-Millionen-Grenze liegt. Der Rückgang beruht nahezu ausschließlich auf weniger Unterricht im Integrationsbereich, der aber immer noch zwei Drittel des Sprachenbereichs ausmacht.

Der größten Nachfrage erfreute sich erneut die Allgemeinbildung, bestehend aus den Programmbereichen Politik – Gesellschaft – Umwelt und Kultur – Gestalten: 47,03 %. Die meisten Unterrichtsstunden fanden nach wie vor im Programmbereich Sprachen statt: 50,67 %.

„Die bei inhaltlicher Konstanz nochmals gestiegene Nachfrage ist eine eindrucksvolle Bestätigung der Arbeit der baden-württembergischen Volkshochschulen. Sie motiviert uns zur Fortsetzung unserer Anstrengungen gerade auch angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Krise.“, erklärt der Direktor des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg, Dr. Hermann Huba.

>> Die aktuelle Jahresstatistik 2019 zum Herunterladen

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Drei Fragen zum Semesterstart

1. Wie starten die Volkshochschulen in das aktuelle Herbst-/Wintersemester?

Die Volkshochschulen bieten ihren Teilnehmenden auch unter Pandemiebedingungen umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten: In den Präsenzkursen werden die geltenden Abstands- und Hygieneregeln strikt eingehalten. Für diejenigen, die nicht zur Volkshochschule kommen können oder wollen, gibt es eine wachsende Anzahl an Online-Kursen. Mit ihren Angeboten von Tipps fürs Homeoffice über Lernförderung bis zur beruflichen Weiterentwicklung tragen die Volkshochschulen dazu bei, dass Menschen mit der Krisensituation besser umgehen können, denn: Krisenzeiten sind Bildungszeiten.
Da sich abhängig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens Änderungen in der Kursorganisation ergeben können, haben jedoch nicht alle Volkshochschulen detaillierte Programmhefte gedruckt und verteilt. Es lohnt sich daher in jedem Fall ein Blick auf die Website der lokalen Volkshochschule oder die Kurssuche auf www.volkshochschule.de.
   
2.  Wie lautet das Fazit des vergangenen Semesters?

Die Schließung der Volkshochschulen für den Präsenzbetrieb hat die Digitalisierung der Volkshochschulen stark befördert, wie die Beispielsammlung „Digitale Lebenszeichen und Online-Angebote“ anschaulich zeigt. Sie hat jedoch auch zu enormen Einnahmeverlusten geführt: In jeder Woche, in der die Volkshochschulen geschlossen waren, waren es rund 1,9 Millionen Euro.
Die Corona-Hilfe für Volkshochschulen aus dem „Kommunalen Stabilitäts- und Zukunftspakt“, die die Einrichtungen in den Sommerferien erhalten haben, war daher eine große Entlastung. Dafür nochmals unser herzlichster Dank an das Land und die Kommunen!
   
3. Wie geht es nun weiter?
Die Corona-Krise ist nicht vorbei, und damit auch nicht die finanzielle Belastung der Volkshochschulen: Die Digitalisierung von vhs-Angeboten ist personal- und kostenintensiv, die erforderlichen Hygienemaßnahmen binden zusätzliche Ressourcen, die Einhaltung des Abstandsgebots führt zu kleineren Gruppen und damit zu weniger Einnahmen aus Kursgebühren.

Volkshochschulen haben in der Krise jedoch ihre Veränderungsfähigkeit bewiesen und sich kurzfristig auf die veränderten Rahmenbedingungen eingestellt. Die agile vhs, die inhaltlich, zeitlich-räumlich, personell und organisatorisch flexible Angebote entwickelt, ist als Orientierung im neuen Leitbild der Volkshochschulen verankert. Der vhs-Verband unterstützt seine Mitglieder dabei mit einem speziell auf die agile vhs abgestimmten Fortbildungsprogramm für vhs-Mitarbeitende und -Kursleitende.


 >> Mehr zum Thema:
- Die Volkshochschulen: Krisenzeiten sind Bildungszeiten
- Die agile und analogitale vhs

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Start des Projekts „Aufsuchende Bildungsarbeit: Mehr Chancengleichheit und Teilhabe“

Der öffentliche Auftrag der Volkshochschulen ist darauf ausgerichtet, Bildung für alle Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Dazu gehören auch bildungsbenachteiligte und bildungsungewohnte Milieus. Mit der überwiegenden Anzahl ihrer bisherigen Angebote erreichen die Träger der Allgemeinen Weiterbildung und damit auch die Volkshochschulen allerdings hauptsächlich diejenigen Personen, die ohnehin bereits Interesse an Bildung haben. Damit Weiterbildung wirklich bei allen Menschen ankommt, bedarf es einer Änderung der Strukturen: weg von der klassischen „Komm-Struktur“ hin zu einer „Geh-Struktur“, d. h. zu Aufsuchender Bildungsarbeit. Die auf einer „Geh-Kultur“ basierenden Bildungsangebote können leichter in den Alltag der Zielgruppen integriert werden und durch den Praxisbezug gute Lernerfolge erzielen.

Um die grundlegenden Strategien der Aufsuchenden Bildungsarbeit zu erproben, hat der Volkshochschulverband Baden-Württemberg am 1. Oktober 2020 das landesweite Projekt „Aufsuchende Bildungsarbeit: Mehr Chancengleichheit und Teilhabe“ gestartet. In sieben Pilotstandorten werden die Strategien in die Praxis umgesetzt und modellhaft gefördert. Gleichzeitig erarbeitet die beim Volkshochschulverband angesiedelte Projektstelle ein Fortbildungskonzept, in dem Weiterbildner*innen die Kompetenzen zur Aufsuchenden Bildungsarbeit erwerben können. Damit klärt das vom Kultusministerium Baden-Württemberg geförderte Projekt die wesentlichen Grundlagen und Voraussetzungen für eine Weiterbildung, die Teilhabe und Chancengleichheit für alle Menschen ermöglicht, und liefert Empfehlungen zur konkreten Umsetzung von Weiterbildung für Alle.

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Additive Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Berufssprachkursen nach § 18 Abs. 5 DeuFöV

Um in den BAMF-Berufssprachkursen unterrichten zu können, müssen Lehrkräfte ab dem 01.01.2022 eine Qualifikation zur Vermittlung berufsbezogener Deutschsprachkenntnisse vorweisen. Zu diesem Zweck wurde 2020 eine neue Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Berufssprachkursen nach § 18 DeuFöV Abs. 5 entwickelt.
In einem aufwendigen Wettbewerbsverfahren hat der Volkshochschulverband seine Expertise auf diesem Qualifizierungsgebiet erneut unter Beweis gestellt und die Akkreditierung für die Durchführung der Zusatzqualifizierung erhalten. Der erste Lehrgang startet bereits am 24.10.2020 in Heilbronn.

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Xpert Business: Das vhs-Kurssystem für Betriebswirtschaft und mehr

Xpert Business (XB) ist das bekannte bundesweite System für kaufmännische und betriebswirtschaftliche Weiterbildung der Volkshochschulen und wird von der Prüfungszentrale des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg deutschlandweit organisiert. Kombinationen aus 23 Kursmodulen ermöglichen u.a. die Abschlüsse Geprüfte Fachkraft (XB), Finanzbuchhalter*in (XB) und Manager*in Betriebswirtschaft (XB). Ausgewählte XB-Zertifikate werden von Handwerkskammern und Hochschulen anerkannt. Die XB-Zertifikate zu DATEV-, Lexware- und SAP-Abschlüssen erfahren hohe Anerkennung bei Arbeitgeber*innen.

Das standardisierte XB- Lehrgangs- und Prüfungssystem bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, Kenntnisse für den Bürobereich, Buchhaltung und für den kaufmännischen Tätigkeitsbereich zu erwerben. Volkshochschulen profitieren von den differenziert ausgearbeiteten Lernzielkatalogen, den passgenauen Materialien des Edumedia-Verlags sowie neuen digitalen Umsetzungsmöglichkeiten.

Informationen dazu finden Sie im neuen Faltblatt Xpert Business.

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Digital informiert: Informationen für Ältere zur digitalen Gesundheit


Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg ist Projektpartner im Projekt gesundaltern@bw, das im Rahmen der Digitalisierungsstrategie digital@bw die Aufgabe hat, ältere Bürger*innen über digitale Anwendungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen zu informieren, aufzuklären und sie zu einem souveränen Umgang damit zu befähigen.

Seit Mai finden dazu monatlich Online-Angebote statt, die sich mit aktuellen Themen aus dem digitalen Gesundheitswesen befassen. In den Informationsveranstaltungen wurden beispielsweise die Corona-Warn-App, Telemedizinische Fernbehandlung in Baden-Württemberg mit docdirekt oder aktuelle Entwicklungen in der digitalen Medizin mit der Koordinierungsstelle Telemedizin thematisiert. 90 Volkshochschulen im Land beteiligen sich an den digitalen Veranstaltungen, mit bis zu 145 Teilnehmenden pro Angebot. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe sind weitere Online-Informationsveranstaltungen vorgesehen, u. a. zu Themenfeldern wie Gesundheits-Apps und Elektronische Patientenakte. Eine Übersicht der aktuell geplanten Online-Veranstaltungen bietet der Flyer.

Zusätzlich zu den reinen Online-Angeboten folgen nun auch Hybrid- und wohnortnahe Präsenzveranstaltungen in Form von Informations- und Kursangeboten, Praxiswerkstätten, Ausstellungen sowie Schaufenstern mit Kooperationspartner*innen in ganz Baden-Württemberg. Auf der Homepage des Projekts sind nähere Informationen zu finden: www.gesundaltern-bw.de

Das Projekt gesundaltern@bw wird im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert.

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Digital informiert: Informationen für Ältere zur digitalen Gesundheit

Die stetig steigende Anzahl der Mitgliedseinrichtungen des Landesnetzwerks Weiterbildungsberatung und das dadurch mitwachsende Portfolio an Beratungsangeboten und Services in der Beratungslandschaft finden ihren Niederschlag in einer neuen Auflage des Informationsflyers des LN WBB.

Der neue Flyer kommt in verändertem Design und Layout, informiert über die Chat-Beratung und über neue weitere mögliche Beratungsthemen. Es gibt ihn in zwei Versionen – online und als Print-Version.

Das Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung BW, dessen Träger der Volkshochschulverband Baden-Württemberg ist und das vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport gefördert wird, umfasst aktuell 172 Mitgliedseinrichtungen, deren qualifizierte Beratende zu allen Fragen der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung beraten und unterstützen. Die Beratungsbereiche umfassen u. a. berufliche (Neu-)Orientierung, Kompetenzermittlung, zweiter Bildungsweg / Schulabschluss nachholen, Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten von Weiterbildungsmaßnahmen, Nacherwerbsphase, sowie Integration, Sprachen, Gesundheit, Soziales und Qualifizierung für ein Ehrenamt. Auf der Homepage des Landesnetzwerks www.bildung-bringt-weiter.de finden Sie nähere Informationen sowie die Beratungsstellen in den Regionen Baden-Württembergs unter www.lnwbb.de/in-ihrer-region.

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Termine


●  Die Mitgliederversammlung 2021 des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg findet am 08. und 09. Juli 2021 in Herrenberg statt. Save the date!
   
XV. Deutscher Volkshochschultag am 20. und 21. Juni 2022 in Leipzig. Save the date!




 




             

 

 

   



   


   
  











  

























   


   










   

   










   











   






























   










   
 
   

























   

    
   
   

 


   
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