Newsletter des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg


 Oktober 2021





Drei Fragen an den Verbandsdirektor zum Semesterstart

1. Wie starten die Volkshochschulen in das aktuelle
Herbst-/Wintersemester?


Man spürt, alle sind froh und erleichtert, dass es endlich wieder losgeht. Durch die Lockdowns und Corona-Beschränkungen von Ende letzten bis Mitte diesen Jahres war der Kursbetrieb nun fast ein Jahr extrem eingeschränkt. Zum Glück haben wir mit der inzwischen vorhandenen Impfung Grund zur Hoffnung, dass sich die Situation in den kommenden Wochen und Monaten stabilisiert. Trotzdem wird es noch kein Semester wie vor Corona werden, insbesondere was die Teilnehmendenzahlen betrifft. Von daher bangen wir alle auch und kämpfen dafür, dass der Kursbetrieb langsam aber sicher wieder Fahrt aufnimmt.  
   
2.  Was nehmen wir aus dem letzten Semester mit?

Das Stichwort hier ist sicherlich „Digitalisierung“. Diesbezüglich haben die Volkshochschulen, bedingt durch die Notlage, einen riesigen Sprung gemacht. Wo es ging, wurden Veranstaltungen und Kurse, und natürlich auch verbandsinterne Sitzungen, in den digitalen Raum verlegt. Wir hatten Glück, dass uns dafür die vom Deutschen Volkshochschul-Verband betriebene vhs.cloud als Plattform für kollaboratives Arbeiten mit eigener Videokonferenzfunktion zur Verfügung stand. Deren Nutzung ist enorm gestiegen. Daneben wurden und werden je nach Anforderung auch andere Videokonferenzsysteme für Kurse und Veranstaltungen genutzt, die sicherlich auch weiter wichtig bleiben.
   
3. Welche Neuerungen gibt es für die Volkshochschulen für das kommende Semester?

Wir werden die Digitalisierung in den kommenden Monaten konsequent weiter vorantreiben. Zum Glück stellt das Land Baden-Württemberg dafür in Form eines Digitalpaketes bis Ende des Jahres 2022 entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung. Dadurch werden die Volkshochschulen ihre technische Ausstattung deutlich verbessern können. Gleichzeitig wird es darum gehen, neue – insbesondere hybride – Formate zu entwickeln und die Mitarbeitenden in den Volkshochschulen darin weiterzubilden, die neuen technischen Möglichkeiten in Zukunft zu nutzen und kreativ neue Formate zu entwickeln.

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Historischer Tiefstand bei den Volkshochschulen

Mit über 1,82 Millionen durchgeführten (Gesamt-)Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) erreicht das Unterrichtsvolumen der baden-württembergischen Volkshochschulen im Berichtsjahr 2020 bedingt durch die Corona-Krise einen historischen Tiefstand. Der Rückgang zum Jahr 2019 beträgt 41,0 Prozent.

Das ist das Ergebnis der soeben abgeschlossenen Statistik des Volkshochschulverbandes, die das Arbeitsjahr 2020 zusammenfasst. Stark gesunken ist auch die Zahl der Teilnehmenden auf über 1,22 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber 2019 von 45,3 Prozent.

Der größten Nachfrage erfreute sich erneut die Allgemeinbildung, bestehend aus den Programmbereichen Politik – Gesellschaft – Umwelt und Kultur – Gestalten: 35,33 %. Die meisten Unterrichtsstunden fanden nach wie vor im Programmbereich Sprachen statt: 54,96 %.

„Die Krise im Jahr 2020 hat uns viel abverlangt. Gleichzeitig waren die Volkshochschulen in der Lage, einen sprunghaften Anstieg der digitalen Weiterbildungsangebote zu realisieren. Bei den Kursen hat sich das Unterrichtsvolumen der digitalen Weiterbildungsangebote verdreifacht, bei den Einzelveranstaltungen liegt das Volumen sechsmal so hoch. Das nehmen wir als Gewinn in die Zukunft mit“, erklärt der Direktor des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg, Dr. Tobias Diemer.

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Kick-Off der digitalen Pilot-Verbünde

Wie sieht guter Online-Sprachunterricht aus? Wie erreichen und begeistern Volkshochschulen Menschen im ländlichen Raum für digitale Angebote? Wie werden lokale Präsenz- und regionale Online-Angebote der Volkshochschulen gut miteinander verknüpft? Diese und ähnliche Fragen bearbeiten die vier Verbünde von Volkshochschulen, die im Rahmen der ressortübergreifenden Weiterbildungsinitiative „WEITER.mit.BILDUNG@BW“ gefördert werden.

Zum Auftakt trafen sich Vertreter*innen der Volkshochschulen mit Vertreter*innen des Kultusministeriums und des vhs-Verbandes am 23. September 2021 in der vhs Stuttgart. Die Präsentationen und Gespräche machten deutlich, dass sich die vier Pilot-Verbünde hohe Ziele gesteckt haben, und auch, dass alle Volkshochschulen von den Pilotvorhaben profitieren können. So werden beispielsweise Kooperationsmodelle und -verträge, Curricula und Lernmaterialien entstehen, die alle Volkshochschulen im Land nutzen können. Um die Zusammenarbeit der Verbünde insbesondere bei Themenüberschneidungen zu koordinieren, begleitet die Geschäftsstelle des Verbandes den Prozess. Fachtage für die Volkshochschulen stellen den Transfer in die vhs-Community sicher, der erste findet am 10. November 2021 statt.

>> Weitere Informationen:
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Smart Surfer – Neues Kursangebot für Senior*innen an Volkshochschulen


Um von den zahlreichen existierenden digitalen Hinweisen und Angeboten überhaupt profitieren und diese kompetent nutzen zu können, benötigen besonders Senior*innen verständliche und an ihre Bedürfnisse angepasste Informationen und Tipps zu den wichtigsten Themen der Internetnutzung.

Hier setzt das Kurskonzept „Smart Surfer – Fit im digitalen Alltag“ an, das im Winteremsester 2021/22 in rund 40 Kursen an baden-württembergischen Volkshochschulen umgesetzt wird. Das gemeinsame Angebot des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg richtet sich an die Generation 50+ und unterstützt sie dabei, ihre Kompetenzen in der digitalen Welt zu stärken.

Kurse in Ihrer Nähe sowie weitere Informationen zum Projekt finden Sie im Internet unter www.smartsurfer-bw.de.

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Die neue digitale Bürger*innen-Broschüre und der Facebook-Account des
LN WBB


Im Rahmen eines Maßnahmenkatalogs Marketing + Öffentlichkeitsarbeit 2021 wurde die neue digitale Imagebroschüre Bürger*innen des LN WBB online gestellt.

Die Zielgruppe dieser Imagebroschüre ist sehr heterogen. Insbesondere zählen Menschen dazu, die einen Arbeitsplatz- oder Berufswechsel planen, die vor ihrem beruflichen Wiedereinstieg stehen, die arbeitssuchend sind, eine Ausbildung beginnen, ihre persönlichen Kompetenzen erweitern wollen oder in die Nacherwerbsphase einsteigen. Sie erstreckt sich somit über verschiedene Altersgruppen, Lebensphasen, Bildungsgrade und soziale Milieus. Besonders erreicht werden, sollen Ratsuchende in ländlichen Regionen.

Zentral ist dabei die Information, dass im LN WBB eine trägerneutrale, kostenfreie und auf die Interessen des jeweiligen Ratsuchenden eingehende Beratung zu allen Fragen der allgemeinen, beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung angeboten wird.

Die Imagebroschüre Bürger*innen soll motivieren, Kontakt mit dem LN WBB und seinen Mitgliedseinrichtungen aufzunehmen. Die Texte sind leicht verständlich und bieten Dialogmöglichkeiten, damit die Zielgruppen einfacher mögliche Hürden der Kontaktaufnahme überwinden können.

Neben der LN WBB Facebook-Kampagne ist seit ein paar Wochen auch der LN WBB Facebook-Account online. Das regelmäßige Posten zielt darauf ab, das Beratungsangebot ergänzend zur Kampagne zielgruppengerecht darzustellen, auf das Beratungsangebot aufmerksam zu machen und für die Arbeit des LN WBB zu sensibilisieren. Damit das Profil auch langfristig an Reichweite dazugewinnt, freuen wir uns wenn Sie unsere Facebook-Seite liken und teilen.

Die Angebote sollen dazu beitragen, das LN WBB-Beratungsangebot in Baden-Württemberg bei möglichst vielen Menschen flächendeckend zu kommunizieren und dadurch bekannter zu machen, vor allem auch in ländlichen Regionen. Gleichzeitig wird die Außendarstellung des LN WBB gestärkt werden. Durch das intensive Bewerben des Beratungsangebots wird es letztlich mehr Menschen ermöglicht, individuelle, zur eigenen Lebenssituation passende Weiterbildungsmaßnahmen zu finden.

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Grimme – ein Kind der Volkshochschule: vhs-Leiter und Grimme-Beirat Henning Kurz lanciert Talk-Reihe zum Thema „Grimme und vhs“

Um die Arbeit des Instituts stärker ins Bewusstsein der vhs-Familie zu bringen, hat Henning Kurz eine Talk-Reihe mit Repräsentantinnen des Grimme-Instituts aufgezeichnet. Dr. Frauke Gerlach, die Direktorin, berichtet über die Arbeit des Grimme-Instituts, Lucia Eskes über den Grimme-Preis und Vera Lisakowski über den Grimme-Online-Award.

Alle drei Online-Talks illustrieren anschaulich, wie vielfältig die Angebote des Grimme-Instituts sind und wie vielfältig die Möglichkeiten für Volkshochschulen, aus diesen Angeboten eigene Formate zu entwickeln. Wobei das Spektrum von Angeboten zur Medienbildung reicht (etwa mit der Modulbox „Hate Speech und Fake News“) über eine Themenreihe zum Rechtspopulismus bis zu den allseits bekannten Medienpreisen.
Gerade die ausgezeichneten Fernseh- und Online-Formate bieten unendliche Möglichkeiten, gesellschaftlich relevante Themen attraktiv im eigenen Programmportfolio abzubilden.

„Mir ist, seit ich Grimme-Beirat bin, immer bewusster geworden, wie wenig die enge Verbindung zwischen Grimme-Institut und vhs in der vhs-Community bekannt ist. Was sehr schade ist, können wir Volkshochschulen doch auf vielfältige Angebote des Grimme-Instituts zurückgreifen. Meist wird ja, wenn der Begriff ‚Grimme‘ fällt, alles auf den Grimme-Preis reduziert (inkl. der Assoziationskette roter Teppich, Blitzlichtgewitter und Champagner)“, so Henning Kurz.

>> Zu den Videos
>> Weitere Informationen zum Grimme-Institut

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Termine


●  Der Deutsche Volkshochschultag findet am 20./21 Juni 2022 unter dem Motto „Die Volkshochschule 2030: Zusammen in Vielfalt. Nachhaltig. Vernetzt.“ statt. Save the date!
   
Unsere nächste Mitgliederversammlung findet am 07./08. Juli in Offenburg statt. Save the date!




 




             

 

 

   





   


   
  











  
















   


   







   






   























    
 
   
















    
   

   





























   
 








   














   
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