LivE – Lernen in und von Europa. Internationale Fortbildungen für Beschäftigte in der Erwachsenenbildung

Gefördert durch ERASMUS+

Wie funktioniert eigentlich Erwachsenenbildung in anderen Ländern?
Und welche innovativen, europäischen Lehrmethoden könnten im Unterricht an baden-württembergischen Volkshochschulen und bei anderen Bildungsträgern eingesetzt werden? Beschäftigte in der Erwachsenenbildung haben im neuen Projekt "LivE - Lernen in und von Europa" die Chance, sich in Fortbildungskursen, bei Studienbesuchen und Job-Shadowings (Hospitationen) im Ausland weiterzubilden. Die Aufenthalte werden gefördert durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Union.


LivE wird von der EU-Projektberatungsstelle beim Volkshochschulverband Baden-Württemberg koordiniert. Ziel ist, mit Auslandsfortbildungen im Rahmen von LivE die Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg voranzutreiben und Impulse für die Organisationsentwicklung von Bildungseinrichtungen zu geben. Gefördert werden vor allem Fortbildungen in den Bereichen Modernisierung des Sprachunterrichts, Erwerb interkultureller Kompetenzen und Management von Erwachsenenbildungseinrichtungen.


Wie kann man sich um eine Förderung bewerben?

Interessierte können sich bei der EU-Projektberatungsstelle des vhs-Verbands um eine Teilnahme bewerben. Die Bewerbung sollte in der Regel durch einen Bildungsträger unterstützt werden.

Für Ihre Bewerbung nutzen Sie unser Formular für eine Interessenbekundung und übermitteln es zusammen mit allen Anlagen per E-Mail an: bernert-buerkle@vhs-bw.de
Gerne beraten wir Sie vorab persönlich. Ansprechpartnerin:
Andrea Bernert-Bürkle, Tel. 0711 75900-62, bernert-buerkle@vhs-bw.de


Wer kann an den ERASMUS+-geförderten Auslandsfortbildungen teilnehmen?

Teilnehmen können haupt-, neben- und freiberuflich Beschäftigte in der Erwachsenenbildung aus allen Fachbereichen. Dazu zählen Dozent/inn/en, hauptamtliche pädagogische Mitarbeiter/innen und Verwaltungsmitarbeiter/innen ebenso wie Führungskräfte und Leitungen, Vorstände und Beiräte oder auch Ehrenamtliche. Entscheidungsträger/innen aus Ministerien und anderen Verwaltungen sowie politische Akteure aus Parlamenten, Stadt- und Gemeinderäten sollen ebenfalls von LivE profitieren. Im Rahmen von Studienbesuchen können sie einen Einblick in Erwachsenenbildungssysteme anderer europäischer Länder erhalten.

In die Planung der Auslandsaufenthalte ist immer eine entsendende Einrichtung der Erwachsenenbildung eingebunden. In Ausnahmefällen können auch freiberuflich tätige Erwachsenenbildner eine Förderung erhalten, die nicht für einen Bildungsträger tätig sind. Die neue ERASMUS+ Förderung unterscheidet sich vor allem darin vom Vorläuferprogramm Grundtvig, das ausschließlich individuelle Auslandsaufenthalte von Erwachsenenbildnern unterstützt hat.


Wie finden Sie eine geeignete Auslandsfortbildung oder eine Einrichtung für ein Job-Shadowing?

Der vhs-Verband hilft interessierten Personen bei der Suche nach passenden Qualifizierungen, vermittelt Hospitationen bei Partnereinrichtungen im Ausland und organisiert Studienbesuche im Ausland zu Schwerpunktthemen, die für die baden-württembergische Erwachsenenbildung wichtig sind. Geplant sind unter anderem Studienbesuche zur "Bildungsberatung" und zum Thema "Sprachunterricht für Migrant/inn/en" .

Kontakt und Beratung beim vhs-Verband:
Andrea Bernert-Bürkle, Tel. 0711 75900-62, bernert-buerkle@vhs-bw.de


Teilnehmende können außerdem selbst geeignete Fortbildungen oder geeignete Einrichtungen für ein Job-Shadowing suchen.

Hilfestellung bei der Suche nach Auslandsfortbildungen bietet auch das neue Portal EPALE, die E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa.
http://ec.europa.eu/epale/de


Wie hoch sind die ERASMUS+-Zuschüsse für Auslandsfortbildungen

Teilnehmende des LivE-Projekts können derzeit mit folgenden Zuschüssen rechnen, die europaweit einheitlich für das Förderprogramm ERASMUS+ festgelegt werden:

• Fahrtkosten: abhängig von der Entfernung zwischen Wohn- und Lernort erhalten Teilnehmende einen Zuschuss von
180 Euro (100-499 km Entfernung zwischen Wohn- und Lernort)
275 Euro (500-1999 km)
360 Euro (2000-2999 km)
530 Euro (3000-3999 km)
820 Euro (4000-7999 km)
1100 Euro (über 8000 km)
• Aufenthalt: Je nach Zielland und Aufenthaltsdauer zwischen 49 und 112 Euro pro Tag. Das Bildungspersonal muss mindestens zwei ganze Tage vor Ort sein. Die maximal geförderte Aufenthaltsdauer beträgt zwei Monate.
• Kurskosten: Pauschal 70 Euro pro Kurstag für maximal 10 Kurstage, sofern ein kostenpflichtiger Kurs besucht wird.
• "Special Needs": Für Personen mit besonderem Bedarf aufgrund einer Behinderung können zusätzliche Mittel beantragt werden.

Bis auf die nachzuweisenden Kosten für die Inanspruchnahme der Kategorie „special needs“ werden die Zuschüsse als Pauschalen gezahlt, unabhängig von der tatsächlichen Höhe der Fahrt-, Aufenthalts- und Kurskosten.

Die genauen und jeweils aktuellen Fördersätze finden Sie in der Fördertabelle auf der Website der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

 
LOGIN Interner Bereich
für vhs-Mitarbeiter/innen