Projekt

Der Betrieb als Sprachlernort

„Der Betrieb als Sprachlernort“ bietet für Volkshochschulen und ihre zugewanderten Teilnehmenden neue Perspektiven des praxisbezogenen Spracherwerbs. Der vhs-Verband erprobte 2025 neue Konzepte zusammen mit Volkshochschulen im Landkreis Tübingen im Rahmen der Projekte Tübinger Modell, gefördert durch den regionalen ESF Baden-Württemberg, und BEST, gefördert als Modellprojekt der Sprachförderung durch das baden-württembergische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration. Kernstück der Projekte ist die Vermittlung von berufsbezogenem Deutsch in einem dualen Ansatz: Berufssprache wird im Rahmen eines Praktikums an drei Tagen pro Woche sowohl am Arbeitsplatz gelernt als auch in einer parallel stattfindenden Sprachlernwerkstatt an zwei Tagen pro Woche. Die Teilnehmenden erarbeiten Deutsch in vielfältigen authentischen Sprachsituationen, mit Materialien aus ihrem Arbeitsalltag und unter Einbindung analoger sowie audiovisueller, digitaler und KI-gestützter Tools. Sprachmentoring im Betrieb durch dafür geschulte Mitarbeitende sowie Sprachcoaching durch die Sprachlehrkraft ermöglichen den personalisierten Erwerb der Berufs- und Betriebssprache.

Ziel der Konzepte ist außerdem die qualifikationsgerechte Arbeitsmarktintegration Zugewanderter. Die Teilnehmenden (TN) entwickeln in einer Orientierungsphase kompetenz- und interessenbasiert Berufsperspektiven. In einer Bewerbungsrunde akquirieren sie mit Unterstützung eines Berufscoaches und/oder einer Sprachlehrkraft Praktika mit Aussicht auf Weiterbeschäftigung.

Das Sprachförderkonzept mit Orientierungsphase wird 2026 so aufbereitet, dass sie landesweit in AZAV-Maßnahmenzertifizierungen integriert werden kann.

Kontakt

Andrea Bernert-Bürkle

Andrea Bernert-Bürkle

Leitung
Kateryna Parfeniuk

Kateryna Parfeniuk

Sachbearbeitung
© 2026 Volkshochschulverband Baden-Württemberg e.V.