Gesundheit

Gesundheit

Die Gesundheitsbildung ist einer der Grundpfeiler der Volkshochschulbewegung.

Dabei beziehen wir uns auf die Ottawa Charta von 1986, die verschiedene Handlungsfelder der Gesundheitsförderung definiert hat, welche in unserer Arbeit ihren Niederschlag finden:

Handlungsstrategien der Gesundheitsförderung

  • Interessen vertreten (advocate)
  • Befähigen und Ermöglichen (enable)
  • Vermitteln und Vernetzen (mediate)

Dabei werden wir als Interessensverband der baden-Württembergischen Volkshochschulen in allen drei Bereichen aktiv:

Schwerpunkt unserer Arbeit ist die politische Interessensvertretung und die Ausbildung von Kursleitenden der Volkshochschulen vor Ort. Daneben Informieren wir unsere Mitglieder über aktuelle Entwicklungen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Sicherstellung der Seriosität des Angebots der Volkshochschulen vor Ort.

Gesundheitsbildung hat dabei, nach unserem Verständnis, einen präventiven Ansatz. Durch umfassende Gesundheitsbildung helfen wir Menschen dabei gesund zu bleiben, erste Krankheitszeichen zu bekämpfen und in schwierigen Situation handlungsfähig zu bleiben.

Unsere Arbeit zielt neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern auch auf den Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement. Hier unterstützen die Volkshochschulen Betriebe und Behörden bei der Gesunderhaltung der Mitarbeitenden.

Arbeitsbereiche:

  • Entspannung
  • Bewegung
  • Ernährung
  • Seelische Gesundheit
  • Aktuelle Themen rund um die Gesundheit
  • Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Interner Bereich

    Die Volkshochschulen in Baden-Württemberg finden weitere Informationen im passwortgeschützten internen Bereich.

Kontakt

Markus Haas

Markus Haas

Leitung
Theresa Kallusek

Theresa Kallusek

Referentin
Gabriele Neidek

Gabriele Neidek

Sachbearbeiterin

Seriosität

Gesundheitsbildung an Volkshochschulen

Als parteipolitisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängige Bildungsinstitutionen stehen Volkshochschulen (vhs) in der Tradition der europäischen Aufklärung und sind der Demokratie und dem humanistischen Bildungsgedanken verpflichtet. Sie treten ein für das Recht auf „Bildung für alle“ und ein chancengerechtes Bildungssystem, in welchem alle Menschen die Möglichkeit

Als parteipolitisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängige Bildungsinstitutionen stehen Volkshochschulen (vhs) in der Tradition der europäischen Aufklärung und sind der Demokratie und dem humanistischen Bildungsgedanken verpflichtet. Sie treten ein für das Recht auf „Bildung für alle“ und ein chancengerechtes Bildungssystem, in welchem alle Menschen die Möglichkeit haben, lebensbegleitend zu lernen.
Mit jährlich rund 190.000 Gesundheitskursen und 2 Millionen Teilnehmer*innen1 leisten die 900 vhs in den Regionen Deutschlands einen flächendeckenden Beitrag zur Gesundheitsförderung.

1 Elisabeth Reichart, Hella Huntemann, Thomas Lux: Volkshochschul-Statistik – 57. Folge, Berichtsjahr 2018 DOI: 10.3278/85/0022w | URL: http://www.die-bonn.de/id/37213

„Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit“, dieser Grundsatz prägt das Gesundheitsverständnis der vhs. Sie verstehen Gesundheit im Sinne der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ganzheitlich als Zusammenspiel psychischer, körperlicher, geistiger und sozialer Komponenten. Entsprechend unterstützen vhs die Handlungskompetenz des Einzelnen (Individualansatz), beteiligen sich aber auch an der Gestaltung eines gesundheitsförderlichen Umfeldes z. B. in Kommunen oder Betrieben (Settingansatz).

Gesundheitskurse und -aktivitäten an vhs sind Bildungsangebote. Ihr Ziel ist es,

  • Teilnehmer*innen zum eigenverantwortlichen Beurteilen und Handeln in gesundheitlichen Belangen zu befähigen,
  • die Einübung gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen zu unterstützen
  • sowie Interesse und Freude an Gesundheitsthemen und -aktivitäten zu wecken.

Mit ihrer Kombination aus Wissensvermittlung, körperlicher Aktivität und sozialem Miteinander fördern vhs-Angebote die körperliche und geistige Gesundheit.
Angesichts unseres komplexen Gesundheitssystems und ständig neuer Gesundheitstrends steigen die Anforderungen an die Gesundheitskompetenz des Einzelnen. vhs sehen es daher als ihre Aufgabe, auch aktuelle Gesundheitsthemen und -fragestellungen aufzugreifen, auch solche aus anderen Traditionen und Kulturkreisen oder aus die Schulmedizin ergänzenden Bereichen. Mit dieser grundsätzlichen Offenheit gegenüber neuen Themen korrespondiert eine umfassende Gewährleistung von Seriosität (siehe unten).

Als öffentliche Bildungsanbieterin möchten vhs mit ihren Gesundheitsangeboten die gesundheitlichen Chancen aller Menschen – unabhängig von Alter, Ethnie, Geschlecht oder Herkunft – verbessern. Hierfür bieten sie mit sozialverträglichen Kursgebühren und wohnortnahen Angeboten einen niedrigschwelligen Zugang zu Gesundheitsbildung.

Gesundheitsbildung an Volkshochschulen umfasst u. a. vielfältige Angebote in den Bereichen

  • Bewegung
  • Entspannung / Körpererfahrung
  • Ernährung / Kochen
  • Psychische Stabilität und soziale Kompetenz
  • Rund um Körper und Gesundheit
  • Gesundheitspolitik, Gesellschaft und Umwelt
  • Präventionskurse in Kooperation mit den Krankenkassen (§ 20 u. 20a SGB V)
  • zielgruppenspezifische Angebote
  • Durchführung verhaltensbezogener Angebote (z. B. Rückenschule) und Mitgestaltung eines gesundheitsförderlichen Umfeldes im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (§ 20b SGB V)
  • Projekte zum Abbau sozialer Ungleichheit und gesundheitlicher Benachteiligung in der Kommune / Region (z. B. durch Netzwerk-/Strukturbildung, Gestaltung eines gesundheits-förderlichen Umfeldes im Projektgebiet, passgenaue Angebotsentwicklung)
  • Fortbildung für Lehrkräfte in der Gesundheitsbildung

vhs kooperieren mit Gesundheitsakteur*innen auf Bundes- und Landesebene. Als Teil der kommunalen Gesundheitsförderung arbeiten sie mit Initiativen, Selbsthilfegruppen, Vereinen, Krankenkassen, Krankenhäusern, Praxen und anderen gesundheitsrelevanten Einrichtungen zusammen.

Als öffentliche Anbieter*innen unterliegen vhs einer besonderen Verantwortung gegenüber ihren Teilnehmer*innen sowie umfassenden Qualitätskontrollen auf kommunaler Ebene und im Rahmen anerkannter Qualitätsmanagement-Testate.

Im Bereich der Primärprävention nach § 20 SGB V arbeiten vhs zudem mit Kurskonzepten, welche die Qualitätsanforderungen des Leitfadens Prävention des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen erfüllen.

Ständig aufkommende neue Themen und Fragestellungen im Gesundheitsbereich erfordern es, die Qualität von vhs-Gesundheitsangeboten in einem innerverbandlichen Diskurs kontinuierlich weiterzuentwickeln. Leitlinien dieses Diskurses und daraus hervorgehender Entscheidungen sind die folgenden grundlegenden Qualitätsprinzipien:

  • Therapieverbot: vhs-Veranstaltungen sind Bildungsveranstaltungen und keine Therapieangebote.
  • Kontroversitätsgebot: Was in der Wissenschaft und in der öffentlichen Diskussion kontrovers ist, muss auch in vhs-Veranstaltungen als kontrovers dargestellt werden.
  • Überwältigungsverbot: Kursleiter*innen sind zur kritischen Distanz auch gegenüber sich selbst verpflichtet. Subjektive Gewissheiten und/oder persönliche Überzeugungen dürfen nicht als objektive Wahrheiten verkündet werden.
  • Keine Heilsversprechen: vhs-Angebote geben keine Heils- bzw. Heilungsversprechen, Gesundheitsversprechen oder Erfolgsgarantien.
  • Seriosität: Die Teilnehmer*innen an vhs-Veranstaltungen haben ein Anrecht darauf, seriös, umfassend und differenziert informiert zu werden. Sie sollen in die Lage versetzt werden, das Angebot auf ihre jeweilige persönliche Interessen- und Bedürfnislage zu beziehen und auf der Basis einer freien Entscheidung die Mittel und Wege wählen zu können, die den eigenen Interessen am besten entsprechen. Die Stärkung der Eigenverantwortung des Einzelnen steht im Zentrum des pädagogischen Ansatzes der vhs.
  • Zusammenarbeit mit qualifizierten Kursleiter*innen: vhs stellen hohe Anforderungen an die fachliche, persönliche und andragogische Eignung ihrer Kursleiter*innen und prüfen diese durch Auswahlgespräche und Einforderung entsprechender Qualifikationsnachweise. Die vhs-Landesverbände unterstützen die Auswahl geeigneter Kursleiter*innen durch Qualitätsrichtlinien und bieten diesen ein breites Fortbildungsangebot zur Weiterentwicklung ihrer fachlichen und andragogischen Kompetenzen.

Volkshochschulen setzen ihren öffentlichen Auftrag einer flächendeckenden Gesundheitsbildung im Rahmen dieser Leitlinien verantwortungsvoll um und leisten – mit ihrem nach fachlichen und erwachsenenpädagogischen Maßstäben erstellten Angebot – seit Jahrzehnten einen maßgeblichen Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit aller Bürgerinnen und Bürger.

Betriebliches Gesundheitsmanagement an Volkshochschulen

Viele Betriebe erkennen: die Mitarbeitenden sind die wichtigste Ressource im Unternehmen, vor allem in Zeiten des demografischen Wandels. Die Volkshochschulen in Baden-Württemberg stehen hier als kompetente Ansprechpartnerinnen bereit.

Für überregionale Projekte des betrieblichen Gesundheitsmanagements koordiniert der Volkshochschulverband Baden-Württemberg die Angebote und entwickelt diese weiter. Mithilfe der örtlichen Volkshochschulen unterstützt der Volkshochschulverband konkret Unternehmen bei der Durchführung von BGM und berät die Mitglieder bei der Einführung eigener BGM-Angebote für die Mitarbeitenden.

Projekte

HelpMen TTT

Das Akronym „HelpMen“ leitet sich ab aus „Health Literacy Progress for Men in Europe“. HelpMen ist ein Projekt, das von der EU im Rahmen des Programms „Erasmus plus“ gefördert wird.

gesundaltern@bw

Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg beteiligt sich als Projektpartner im Pilotprojekt gesundaltern@bw. Im Rahmen des Projekts sollen Bürger*innen befähigt werden, sich aktiv mit digitalen Anwendungen und Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Medizin und Pflege auseinanderzusetzen und diese kompetent und eigenverantwortlich zu nutzen.

Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Informationen und Neuigkeiten aus
dem Programmbereich Gesundheit.

Volkshochschulverband kritisiert komplizierte Abläufe bei der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP)

Die Volkshochschulen kritisieren schon länger die starren und bürokratischen Vorgaben der ZPP zur Konzeption der Kurse.

Psychische Gesundheit – umso wichtiger in Zeiten von Pandemie und Krisen

Widerstandsfähigkeit gegenüber krisenhaften Ereignissen ist eine hilfreiche Eigenschaft von Menschen jeden Alters. Sie wirkt sich positiv auf die seelische als auch die körperliche Gesundheit aus.

Neues aus der Gesundheitspolitik in Deutschland

Änderungen in der Pflegeversicherung entlasten Pflegebedürftige aber belasten Kinderlose: Der Beitragszuschlag für Kinderlose ab 23 in der Pflegeversicherung steigt auf 0,35%. Damit werden auch Entlastungen für Pflegebedürftige finanziert.

Projekt „HelpMen“ geht in die Verlängerung

Im abgeschlossenen Projekt HelpMen ging es darum, Konzepte zur Ansprache von Männern für Angebote der Gesundheitsbildung zu erarbeiten.

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