Was hält unsere Gesellschaft zusammen?


Die harte Realität des Corona-Virus hat unser Projekt eingeholt: Die Volkshochschulen haben aufgrund der Corona-Verordnung der Landesregierung ihren Veranstaltungsbetrieb schließen müssen. Frühestens am 20. April 2020 kann er wieder aufgenommen werden.

Deshalb unterbrechen wir das Projekt, um Zusammenhalt zu praktizieren, nämlich den Schutz unserer Mitmenschen vor Infektion. Nach dieser „praktischen Phase“ setzen wir das Projekt - hoffentlich gestärkt - fort.

Digital bleiben wir in Verbindung.


Vor allem im Kontext der Fluchtbewegungen nach Europa und Deutschland kam und kommt die Frage nach der „Identität“ unserer Gesellschaft immer wieder auf. Aber auch im Kontext des gesellschaftlichen Megatrends „Individualisierung“ ist sie von erheblicher Bedeutung. Denn dieser Megatrend betont das Trennende in der Gesellschaft, nicht das Verbindende. Einfache Antworten, wie „Werte“, „Traditionen“ und „Geschichte“ greifen bei genauerer Betrachtung zu kurz. Verbindende Wirkung liegt dagegen in der Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen und Ereignissen. Diese Teilhabe ist allerdings ohne Allgemeinbildung, wie sie die Volkshochschulen vermitteln, nicht möglich.

Das Projekt „Was hält unsere Gesellschaft zusammen?“ des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg fördert aus eigenen Mitteln vhs-Veranstaltungen in Baden-Württemberg, die sich mit der Kernfrage auseinandersetzen und konkrete Antworten herausarbeiten.

Denkbare Antworten sind:

Miteinander reden

Die Auseinandersetzung mit anderen Wertesystemen gehörte schon immer zur gesellschaftlichen Realität und birgt Chancen und Risiken. Der Gefahr einer Spaltung steht die Möglichkeit eines neuen Konsens gegenüber, nämlich dann, wenn ein Dialog stattfindet, der wertschätzend und faktenorientiert geführt wird und pluralistische Denkmuster als Gewinn versteht. Die Volkshochschulen mit ihrem niederschwelligen und umfassenden Angebot sind dafür prädestiniert, solche gesellschaftlichen Dialoge zu initiieren und zu moderieren.

Miteinander handeln und gestalten
Menschen aus unterschiedlichen Milieus haben im Alltag oft nur wenige Berührungspunkte. Doch gerade die Teilhabe an gemeinschaftlichem Handeln stärkt das soziale Vertrauen: Hier kann jeder seine eigenen Erfahrungen und Sichtweisen einbringen. Die im Austausch erarbeiteten Ergebnisse erfahren dazu eine breitere Akzeptanz und können so zum Zusammenhalt beitragen. Als zentrale Lern- und Begegnungsorte ermöglichen gerade Volkshochschulen gemeinsames Handeln und machen unterschiedliche partizipative Prozesse möglich.

Miteinander Vielfalt stärken
Für die Zukunft einer pluralistischen Gesellschaft ist es wichtig, dass Vielfalt als etwas Bereicherndes erkannt wird. Nur im Zusammentreffen von Personengruppen, die durch verschiedene Lebensstile, kulturelle und religiöse Unterschiede gekennzeichnet sind, kann gegenseitige Akzeptanz gestärkt werden. Die Volkshochschule als Ort der Bildung und Begegnung, der allen Menschen offensteht, eignet sich besonders, um Vielfalt zu leben und so gesellschaftlichen Zusammenhalt entstehen zu lassen.

Sind Sie an einer Veranstaltung interessiert? Dann wenden Sie sich bitte an Ihre Volkshochschule vor Ort!




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