Newsletter des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg

Juli 2014






VHS-Jahrestagung: Begeisterung über die Erhöhung der Landesförderung und über den Vortrag von Prof. Dr. Nida-Rümelin

Die Mitgliederversammlung des Volkshochschulverbandes Baden-
Württemberg tagte Anfang Juli in Stuttgart. Dabei gab es gleich zwei
Anlässe für begeisterten Applaus: Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Vorsitzender des VHS-Verbandes, informierte gleich zu Beginn der
Tagung über die Zusage der Regierungsfraktionen, die versprochene
Erhöhung der Landesförderung im nächsten Doppelhaushalt umzu-
setzen. "Wir bedanken uns sehr herzlich bei den beiden Regierungs-
fraktionen für die Zusage, die Landesförderung in den Haushaltsjahren
2015/2016 anzuheben, wie in der grün-roten Koalitionsvereinbarung
versprochen", sagte Kuhn unter dem begeisterten Applaus der Dele-
gierten aus den 173 Mitgliedseinrichtungen. Verbandsdirektor Dr. Her-
mann Huba betonte die Notwendigkeit einer erhöhten Grundförderung
für die inhaltliche Arbeit der Volkshochschulen: "Die Herausforderungen
im Bereich Alphabetisierung, Grund- und Allgemeinbildung sowie bei
Integration und Willkommenskultur können wir weder aus eigener Tasche
noch quer finanzieren."
Anhaltenden Applaus gab es auch für den Vortrag von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, ehemaliger Staatsminister, von der Fakultät für Philoso-
phie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er sprach zum
Thema "Allgemeinbildung der Zukunft" und plädierte für ein erweitertes
Verständnis der Persönlichkeitsbildung: "Das humanistische Bildungs-
ideal ist so aktuell wie nie zuvor. Auch heute darf es nicht um die Anhäu-
fung von Faktenwissen gehen. Erforderlich ist mehr denn je Persön-
lichkeitsbildung, die Orientierungswissen und Reflexions- sowie Urteils-
fähigkeit einschließt."
Die Pressemitteilung zur VHS-Jahrestagung kann hier nachgelesen
werden.
Die nächste Mitgliederversammlung findet am 9./10. (!) Juli 2015 in
Karlsruhe statt.



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"Volkshochschulen sind unverzichtbare Institutionen der allgemeinen Weiterbildung"

Interview mit Dr. Timm Kern MdL, FDP
In den aktuellen Ausgaben des VHS-Newsletters seit Februar laden wir
die Weiterbildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen bezieh-
ungsweise einzelne Mitglieder im Landtagsausschuss für Kultus, Ju-
gend und Sport zum Interview ein, stellen ihnen jeweils dieselben span-
nenden Fragen und kommentieren gegebenenfalls die Antworten dann
aus Verbandssicht. In dieser Ausgabe kommt Dr. Timm Kern MdL zu
Wort, stellvertretender Vorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der
FDP/DVP-Landtagsfraktion. Er sagt unter anderem: "Volkshochschulen
sind unverzichtbare Institutionen der allgemeinen Weiterbildung. Auch
die politische Bildung, die Förderung eines stets kritischen und zugleich
konstruktiven politischen Bewusstseins in unserer Demokratie, ist eine
gewichtige Aufgabe, an deren Erfüllung die Volkshochschulen einen
erheblichen Anteil haben."
Das gesamte Interview kann als pdf-Datei heruntergeladen werden.



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Steigende Nachfrage bei Integrationskursen
Die Geschäftsstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
zu den Integrationskursen für das Jahr 2013 belegt, was die Volkshoch-
schulen im vergangenen Jahr deutlich zu spüren bekommen haben:
Die Nachfrage nach den Integrationskursen hat signifikant zugenommen.
Die Zahl der neuen Teilnehmenden ist im Vergleich zum Vorjahr tatsäch-
lich um 25% gestiegen. Die Ursache für diesen Anstieg liegt vornehmlich
im verstärkten Zuzug von EU-Bürgerinnen und -Bürgern begründet. Ihr An-
teil ist seit 2010 kontinuierlich von 10% auf aktuell 40% gestiegen.
Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind vielfältig: Die Lehr- und Lern-
situation in den Kursen selbst hat sich verändert hin zu einer schnelleren
Progression und stärkeren Zielorientierung. Um mehr Kurse einrichten zu
können, benötigten die Volkshochschulen mehr Kursleitende und mehr
Räume. Von den 174 zugelassenen Integrationskursträgern in Baden-
Württemberg sind 90 Volkshochschulen, also mehr als die Hälfte.
Bundesweit liegt der Anteil an Volkshochschulen als Träger lediglich bei
37,3%.
Die Gesamtstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge kann hier nachgelesen werden.


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Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung:
FAQ mit Antworten auf einen Blick


Der Aufbau des Landesnetzwerks Weiterbildungsberatung geht hervor aus einer Empfehlung der vom Landtag eingesetzten Enquetekommission "Wissensgesellschaft". Die Federführung für den Aufbau, der in Kooperation mit der Universität Heidelberg erfolgt, liegt beim Volkshochschulverband Baden-Württemberg. Eine trägerübergreifende Fachgruppe hat die Aufbauphase intensiv begleitet. Willi Zierer, stv. Verbandsdirektor, beantwortet die wichtigsten Fragen zum Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung:

WAS HABEN DIE VOLKSHOCHSCHULEN MIT DEM LANDESNETZWERK WEITERBILDUNGSBERATUNG ZU TUN?
Viele Volkshochschulen bieten bereits jetzt schon Weiterbildungsbe-
ratung an, ähnlich wie auch IHKs, kirchliche Bildungswerke etc. Wenn
trägerneutrale Beratung nun künftig im Rahmen des Landesnetzwerks
geleistet wird, kann man dafür eine separate Vergütung des Landes in
Anspruch nehmen. Gerade die Volkshochschulen können und müssen
sich in dem zukunftsträchtigen Feld der Weiterbildungsberatung posi-
tionieren, indem sie ihre flächendeckende Präsenz und niederschwellige
Zugänglichkeit ab sofort nutzen.

WAS MUSS MAN MACHEN, UM IM LANDESNETZWERK DABEI ZU SEIN?

Man muss ganz offiziell dem Landesnetzwerk beitreten und eine Selbst-
verpflichtungserklärung unterschreiben. Damit verspricht man, die Qua-
litätsmerkmale für die Beratung und das Kompetenzprofil für Beratende
einzuhalten. Dazu gehört unter anderem die trägerneutrale Beratung, in
der die Interessen der ratsuchenden Person im Zentrum stehen. Auch
müssen die Vorgaben zur Dokumentation und zur Abrechnung der Be-
ratung eingehalten werden. Außerdem wird das Beratungsprofil auf
dem Weiterbildungsportal des Landes eingetragen: www.fortbildung-bw.de

WANN GENAU FÄLLT DER STARTSCHUSS?

Am 17. Oktober 2014 wird der erfolgreiche Abschluss der Aufbauphase
im Neuen Schloss in Stuttgart gefeiert. Diese Veranstaltung ist gleichzeitig
der Startschuss für das Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung. Die
Förderperiode beginnt am 1. Januar 2015. Die Beratungsleistungen
sollen dann im Rahmen bestimmter Bedingungen vom Land bezus-
chusst werden, und zwar mit 60 Euro pro Beratungsstunde. Dabei kann
die Beratung einer Person auch mehrere Termine umfassen und ins-
gesamt zwischen 20 Minuten und 3 Stunden dauern.

WIE SEHEN GANZ KONKRET DIE NÄCHSTEN SCHRITTE FÜR DIE INTERESSIERTEN VOLKSHOCHSCHULEN AUS?
Kurz gesagt empfehlen wir folgende Vorgehensweise:

  1. Klären Sie, ob Sie die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft im Landesnetzwerk erfüllen (Qualitätsmerkmale und Kompetenzprofil).
  2. Schicken Sie Ihre Mitarbeitenden gegebenenfalls auf Fortbildungen oder verpflichten Sie eine (Honorar-)Fachkraft, die Beratung im Sinne des Netzwerks leisten kann.
  3. Machen Sie Ihre Einrichtung gegebenenfalls fit im Sinne der Qualitätsmerkmale.
  4. Unterschreiben Sie die Selbstverpflichtungserklärung und treten Sie ab Oktober dem Landesnetzwerk bei - mit Beginn am 1. Januar 2015.
  5. Bieten Sie Weiterbildungsberatung nach den Voraussetzungen des Landesnetzwerks an und rechnen Sie ab Januar 2015 diese Beratungsleistungen ab.
  6. Werben Sie für Ihr qualifiziertes Beratungsangebot und machen Sie es in der Region bekannt.
    Nähere Informationen zum Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung: http://www.vhs-bw.de/uebergreifendes/projekte/landesnetzwerk-weiterbildungsberatung.html
                                                                                                                                          

     

      
    

    
     OBM Fritz Kuhn, Vorsitzender

    
     Dr. Hermann Huba,
     Verbandsdirektor


    
     Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin
    
     

      Podiumsdiskussion mit den
      Abgeordneten

  
   


    

    
    Dr. Timm Kern MdL






    





     














     
      Willi Zierer, stv.
      Verbandsdirektorrchitekt



       











































     
      Bundesfachbereichskonferenz
      Beruf tagt im September in
      Offenburg




     
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      Aktuelles Fortbildungsprogramm



     
      Deutscher Weiterbildungstag
      am 19. September 2014


    

     
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