Aufsuchende Bildungsarbeit: Mehr Chancengleichheit und Teilhabe

Der öffentliche Auftrag der Erwachsenenbildung ist darauf ausgerichtet, Bildung für alle Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Mit der überwiegenden Anzahl ihrer bisherigen Angebote erreichen die Träger der Allgemeinen Weiterbildung und damit auch die Volkshochschulen allerdings hauptsächlich diejenigen Personen, die ohnehin bereits Interesse an Bildung haben. Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen, von der besonderen Lebenslage bis zur individuellen Bildungsgeschichte, keinen Zugang zum Lebenslangen Lernen gefunden haben, bleiben häufig außen vor.

Damit Weiterbildung wirklich bei allen Menschen ankommt, bedarf es eines Perspektivwechsels in der Bildungsarbeit: weg von der klassischen „Komm-Struktur“ hin zu einer „Gehstruktur“. Bildungsarbeit muss mit konkreter Lebenshilfe verknüpft sein, um einen erkennbaren und möglichst kurzfristig realisierbaren Nutzen sowie eine Sinnhaftigkeit für die Zielgruppe darstellen. Erwachsenenbildner*innen benötigen neue Kompetenzen aus dem Bereich der Sozialen Arbeit und es bedarf einer besonderen Finanzierung.

In dem Projekt „Aufsuchende Bildungsarbeit: Mehr Chancengleichheit und Teilhabe“ bietet der Volkshochschulverband an sieben Pilotstandorten die Möglichkeit zu diesem Perspektivwechsel. Von Oktober 2020 bis September 2022 können im Projekt grundlegende Strategien der Aufsuchenden Bildungsarbeit erprobt werden.

Die Ergebnisse des Projektes werden in einer Handreichung zur landesweiten Umsetzung zusammengefasst und es wird ein landesweites Fortbildungskonzept ausgearbeitet. Das Projekt wird über eine Förderung des Ministeriums für Kultus und Sport Baden-Württemberg ermöglicht.

Ansprechpartner*innen beim Volkshochschulverband Baden-Württemberg

Sina Maucher, Tel.: 0711 75900-95, maucher@vhs-bw.de
Dr. Michael Lesky, Tel.: 0711 75900-37, lesky@vhs-bw.de


Die Volkshochschulen in Baden-Württemberg finden weitere Informationen im passwortgeschützten Extranet.

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